Seit 2004 verfügt die DRF Luftrettung in Deutschland über einen Ausbildungsbetrieb für Musterberechtigungen. Piloten benötigen für jeden Hubschraubertyp eine eigene Musterberechtigung, auch Type Rating genannt.
Zur Type Rating-Ausbildung gehört pro Hubschraubermuster ein einwöchiger Theorieunterricht. Hier lernen Piloten unter anderem Details über Aufbau und Antriebssysteme, Flugleistung und Beladungsmöglichkeiten des Hubschraubers kennen. Nach dem bestandenen Theorietest lernen die Piloten in einem etwa einwöchigen Praxisteil die sichere Handhabung des für sie neuen Hubschraubertyps. Während der sich anschließenden Praxisphase trainieren sie dann alle notwendigen Flugmanöver, spezielle Start- und Landeverfahren sowie besondere Notverfahren für eventuell eintretende Störungen während eines Fluges.

Abschließend müssen die Piloten ihre Kenntnisse in einem ungefähr einstündigen Prüfungsflug, dem so genannten Checkflug, unter Beweis stellen. Ist der Prüfer zufrieden, werden die Ausbildungsunterlagen an das LBA geschickt. Dort werden sie überprüft, bevor die Piloten eine neue, erweiterte Lizenz erhalten. Bevor der Pilot mit der neuen Musterberechtigung Luftrettungseinsätze allein fliegt, steht ihm ein erfahrener Kollege, der so genannte Supervisionskommandant, zur Seite, um die gerade erworbenen Kenntnisse zu vertiefen. Abschließend erhält er, nach einer Überprüfung, den Kommandantenstatus und ist damit bei der DRF Luftrettung verantwortlich einsetzbar.