Wer Hubschrauberpilot werden will, muss vor allem die Leidenschaft zum Fliegen mitbringen. Als Grundvoraussetzung gelten sowohl für eine Privat- als auch für eine Berufspiloten-Lizenz die körperliche Eignung, ein Mindestalter von 17 Jahren und eine gute Allgemeinbildung. Wird die Ausbildung privat finanziert, kostet sie ab 20.000 Euro, für eine Berufspiloten-Lizenz muss mit Kosten ab 70.000 Euro gerechnet werden.
Eine Ausbildung ist bei zugelassenen Luftfahrtschulen, bei Fluglinien, bei der Bundeswehr oder im Ausland möglich. Vor der Ausbildung in Deutschland muss jeder Anwärter ein medizinisches Tauglichkeitszeugnis nachweisen. Dazu muss er oder sie sich bei einem vom Luftfahrtbundesamt (LBA) zugelassenen Fliegerarzt melden. Manche Schulen, zum Beispiel die der Deutschen Lufthansa und auch die Bundeswehr, verlangen zudem einen umfangreichen Eignungstest. Da der Test nicht wiederholt werden kann, ist eine intensive Vorbereitung darauf das A&O für jeden, dessen Traumberuf Pilot ist.

Die Ausbildung umfasst auch Triebwerk- und Instrumentenkunde
Bei dem Test werden unter anderem Fähigkeiten wie Reaktion und Geschicklichkeit geprüft. Ein gutes Allgemeinwissen ist ebenso notwendig wie umfassende Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch, um der anspruchsvollen Ausbildung folgen zu können. Darüber hinaus warten auf den Kandidaten diverse psychologische Tests, bei denen die Teamfähigkeit und die Fähigkeit zur Mehrfachbelastung überprüft werden.
Ein Bewerber sollte zudem eine gute körperliche Verfassung mitbringen. Es dürfen keine gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen, die das sichere Führen eines Luftfahrzeugs beeinträchtigen könnten. Dies muss durch ein „Fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis“ nachgewiesen und später im Berufsleben regelmäßig aktualisiert werden. Für das so genannte “Medical” werden zum Beispiel das Seh- und Hörvermögen sowie das Herz-Kreislauf-System untersucht und die psychologischen Voraussetzungen gecheckt.
Neben den fliegerischen Anforderungen zählen Luftrecht, Meteorologie, Navigation, Sprechfunk, Flugzeugkunde, Triebwerk- und Instrumentenkunde, Flugplanung und Aerodynamik zu den theoretischen Ausbildungsinhalten.
Je nach Ausbildungsart - durchgehend oder modular – umfasst die Ausbildung eine verschieden Anzahl von Pflicht-Theoriestunden. Eine Flugerfahrung wird durch die praktische Unterweisung im Sicht- und Instrumentenflug vermittelt. Eine bestimmte Anzahl von Flugstunden ist wiederum Voraussetzung für die Anmeldung zur praktischen Prüfung.
Da Hubschrauberstunden sehr teuer sind, nutzen viele angehende Berufspiloten die Möglichkeit, die Ausbildung zumindest teilweise in den USA zu absolvieren. Die Ausbildung ist kostengünstiger, da dort der Treibstoff billiger ist und weniger Gebühren als in Europa anfallen.
Ausbildung Luftfahrtpersonal beim Luftfahrtbundesamt (LBA)
Ausbildung zum Hubschrauberpiloten bei der Deutschen Bundeswehr