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Intensivmedizinische Verfahren

Intensivtransporte zwischen Kliniken

Die Intensivtransporthubschrauber der DRF Luftrettung werden für den schnellen und schonenden Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken, den Transport von Ärzteteams, Organen, Blut sowie Medikamenten eingesetzt. Bei der DRF Luftrettung kommen verschiedene Hubschraubermuster zum Einsatz. Damit kann man den speziellen Anforderungen bei Intensivtransporten optimal entsprechen.

Bundesweit spezialisieren sich Kliniken immer stärker auf die Behandlung bestimmter Krankheitsbilder. Aus diesem Grund nimmt die Anzahl von Transporten kritisch kranker Patienten zwischen Krankenhäusern immer mehr zu. Der Hubschrauber wird hierfür häufig eingesetzt, da er aufgrund seiner Schnelligkeit auch  entfernte Spezialkliniken in kurzer Zeit erreichen kann.  

Zunehmende Bedeutung erlangen Transporte von Patienten mit akutem Atemnotsyndrom (ARDS) oder Herz-Kreislauf-Versagen verschiedenster Ursache, die in Spezialkliniken therapiert werden müssen. Zum Einsatz kommen intensivmedizinische Maximaltherapiemöglichkeiten, wie beispielsweise extrakorporale Organersatz- und Unterstützungsverfahren wie PECLA (pumpenlose arterio-venöse Lungenunterstützung), ECMO (extrakorporale Membranoxygenation) und IABP (intraaortale Ballongegenpulsation zur Herzunterstützung).

Mini-Herz-Lungen-Maschine

Autor: Fa. Maquet

An Bord von „Christoph Regensburg“ wird die an der dortigen Universitätsklinik entwickelte transportable Mini-Herz-Lungen-Maschine eingesetzt, welche auch vorübergehend die Herzfunktion unterstützen bzw. vollständig übernehmen kann.

Cardiohelp® von Maquet ist das erste Hybrid-Pumpen/Oxygenator-Produkt (Herz-Lungen-Unterstützungssystem) mit Transportzulassung. Es ist leicht und kompakt genug, um von einer Person getragen und an Bord eines Hubschraubers eingesetzt zu werden.

Neben dem Regensburger Hubschrauber führt auch der Dortmunder Hubschrauber in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Bergmannsheil und das Universitätsklinikum Freiburg Einsätze mit diesem System durch. Auch ultrakompakte pumpengetriebene ECMO-Systeme der Hersteller Levitronix und Sorin kommen in den Hubschraubern der DRF Luftrettung zum Einsatz. 

ECMO

Neben Transporten von Erwachsenen mit Lungenversagen (ARDS) führt die DRF Luftrettung in Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin Mannheim auch ECMO-Transporte für Kinder und Neugeborene durch.

Ziel ist es, die Überlebenschancen von Frühgeborenen, Säuglingen und Kindern zu erhöhen, die aufgrund eines Lungenversagens eine künstliche Lunge (ECMO -Extrakorporale Membranoxygenierung) benötigen. Die Transporte werden mit einem spezialisierten ECMO-Team und einer speziellen ECMO-Trage durchgeführt.

PECLA

iLA Membranventilator©

Bei PECLA handelt es sich um ein pumpenlos betreibbares System des extracorporalen Lungenersatzes, welches der Entfernung des Kohlendioxyds aus dem Blut dient und gleichzeitig das Blut mit Sauerstoff anreichert.

Der Membranventilator der PECLA wird dabei wie ein natürliches Organ vom Herz durchblutet. Die Lunge des Patienten wird somit geschont, da ihre Gasaustauschleistung unterstützt wird. Der Verzicht auf eine mechanische Pumpe vermeidet eine Hämolyse (Zerfall der roten Blutkörperchen) und verringert die entzündlichen Reaktionen. Das Verfahren wird hauptsächlich bei einer speziellen Art des Lungenversagens, dem hyperkapnischen Lungenversagen, eingesetzt und ermöglicht eine lungenschonende Beatmung während eines Transportes. Aufgrund seiner kompakten Abmessungen kann das System problemlos transportiert werden.

IABP

Die intraaortale Ballonpumpe (IABP) ist das am weitesten verbreitete, mechanische Hilfssystem zur Unterstützung einer insuffizienten Herztätigkeit (z.B. nach Herzinfarkt oder drohendem kardiogenen Schock). Sie kommt zum Einsatz, wenn Medikamente oder Beatmung allein nicht ausreichend sind. Die IABP bewirkt ein Ansteigen des Herzzeitvolumes, eine Senkung des Sauerstoffbedarfes des Herzens und eine Verbesserung der Blutversorgung von Gehirn und Herz. Damit kann der betroffene Patient in entsprechenden Fällen am Leben erhalten werden. Der luftgestützte Transport eines Patienten mit IABP erfordert Erfahrung und spezielle Befestigung im Hubschrauber. Moderne IABP-Systeme sind technisch in der Lage, Luftdruckschwankungen, wie sie beim Sink- und Steigflug auftreten können, durch angepasstes Füllen des intraaortalen Ballons zu kompensieren – dadurch ist auch ein Lufttransport solcher Patienten sicher möglich.


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Mitarbeiter-Meinung

"An der Station Regensburg fliegen wir rund um die Uhr. Wir setzen die kleinste Herz-Lungen-Maschine (ECMO) ein. Damit versorgen wir Patienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind, direkt vor Ort und fliegen sie zur weiteren Therapie in eine Spezialklinik". Melanie Birkeneder, Rettungsassistentin/HCM Station Regensburg

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