Die DRF Luftrettung arbeitet eng mit dem ECMO-Zentrum der Universitäts-Kinderklinik Mannheim zusammen. Ziel ist es, die Überlebenschancen von Frühgeborenen, Säuglingen und Kindern zu erhöhen, die aufgrund eines Lungenversagens eine künstliche Lunge, genannt ECMO (Extrakorporale Membranoxygenierung), benötigen. Die Intensivtransporte werden mit Hubschraubern der Typen Bell 412 und BK 117 der DRF Luftrettung durchgeführt.

Eine professionelle, reibungslose Transportlogistik wird für die kranken Kinder mit KITS gewährleistet. Der Service umfasst die Betreuung durch spezialisiertes medizinisches Personal, individuelle Beratung für abgebende Kliniken und den Einsatz von hochmoderner medizinischer Ausstattung.
Grafik 1: Besseres Überleben bei früher Verlegung
Die Grafik zeigt den Zusammenhang einer früh eingeleiteten ECMO-Therapie/eines ECMO-Transports und der Überlebensrate von erkrankten Neugeborenen.
Grafik 2: Verteilung der Patienten bundesweit
Die Landkarte zeigt, aus welchen Regionen/Ländern Kinder seit 1992 in das ECMO-Zentrum Mannheim gebracht wurden.
Grafik 3: Hochmoderne ECMO-Transporttrage
Die Grafik beschreibt die einzelnen Komponenten der speziellen ECMO-Trage.
Die Universitätsklinik Mannheim hält ein spezialisiertes ECMO-Team für die Transporte vor.
Es besteht aus zwei Pädiatern, einem Kinderchirurgen und einer Kinderintensivkrankenschwester, die das kranke Kind in der abgebenden Klinik abholen und während des Flugs medizinisch betreuen. Sofern in Mannheim kein Therapieplatz zur Verfügung steht, werden Patienten auch nach Bremen oder in das europäische Ausland verlegt. Bisher wurden die Transporte meist von den Kliniken organisiert, bei denen die Kinder in Erstbehandlung waren. Dies stellte jedoch insbesondere kleinere Krankenhäuser, die oft nicht über die notwendige Ausrüstung und im Intensivtransport erfahrenes Personal verfügen, vor Probleme.
Die Transporte können rund um die Uhr durchgeführt werden. Die Anforderung erfolgt über die
Zentrale Koordinierungsstelle Baden-Württemberg (ZKS):
T +49 711.7007-7777 (6-22 Uhr) oder
Universitätsklinik Mannheim:
T +49 621.3832315 (24 h)
Je früher der Anruf bei der ZKS, desto besser stehen die Chancen frühzeitig eine geeignete Therapie für den Patienten einzuleiten. Die erfahrenen Einsatzleiter der ZKS und das Fachpersonal in der Kinderklinik Mannheim stehen für eine ausführliche Beratung zur Verfügung.
Anforderungsbogen zum Download
Informationen über das Projekt KITS erteilt:
Dr. med. Frederik Loersch, Universitätskinderklinik Mannheim
T +49 621.3832659 oder +49 172.9802423