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Interview Luftsicherheitsbeauftragte

Gut geplant ist halb gebaut

Das Operation-Center am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden soll vergrößert werden. Hier werden die weltweiten Ambulanzflüge koordiniert, die Flotte gewartet und technische Entwicklungen vorangetrieben. Wir sprachen mit Aurelie Langer, Luftsicherheitsbeauftragte der DRF Luftrettung, über die Vorbereitungen für Umbau.

Unsere Frage: Was ist das Besondere bei den geplanten Baumaßnahmen auf dem Flughafengelände?

Aurelie Langer, Luftsicherheitsbeauftragte der DRF Luftrettung.

Aurelie Langer: Alle unsere Gebäude, Werftbetrieb, Alarmzentrale, Qualitätsmanagement, Ausbildungs- und Entwicklungsbetrieb sowie der Flugbetrieb Flugzeuge liegen innerhalb des Sicherheitsbereichs des Flughafens. Jeder, egal ob Handwerker, Besucher oder Lieferant, benötigt eine Zugangsberechtigung, bzw. muss begleitet werden. Das würde während der Bauarbeiten zu erheblichen Verzögerungen führen.

Unsere Frage: Wie können Sie die Sicherheit garantieren und trotzdem bauen?

Aurelie Langer:  In enger Zusammenarbeit mit dem Terminalmanagement Luftverkehrsanlagen Sicherheit des Flughafens und dem Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg haben wir die Land-Luft-Grenze vorübergehend verschoben. Der Sicherheitszaun wird mit Baubeginn dann so verlaufen, dass der entsprechende Bauabschnitt außerhalb des Sicherheitsbereichs liegen wird. Wir werden insgesamt vier Bauabschnitte haben und die Land-Luft-Grenze jeweils anpassen.

Unsere Frage: Was muss bei der Anpassung beachtet werden?

Aurelie Langer: Für den Sicherheitszaun gibt es strenge Vorschriften. Er muss einen Mindestabstand von zwei Metern zu Fenstern haben. Würde die Gebäudewand selbst als Sicherheitszaun genutzt werden, hätten wir die Fenster vergittern müssen bzw. sie dürften lediglich über eine Kippfunktion verfügen.

Unsere Frage: Was ändert sich für Mitarbeiter und Besucher während bzw. nach Abschluss der Bauarbeiten?

Aurelie Langer: Zu Beginn der Bauarbeiten, abhängig von den Bauabschnitten, wird das Verwaltungsgebäude wie bisher im Sicherheitsbereich liegen. Nach der  Fertigstellung  können uns Besucher jederzeit ohne Kontrollen erreichen ebenso die Mitarbeiter anderer Stationen, die für Schulungen hierher kommen. Die Mitarbeiter des Operation-Centers passieren eine Vereinzelungsanlage mit Zugangskontrollsystem (Drehkreuz) im Gebäude, um von dort zum Beispiel den Werftbetrieb zu erreichen.

Vielen Dank für das Gespräch und gutes Gelingen für den Ausbau des Operation-Centers.

Weitere Informationen:

Infos über Rettungseinsätze und Intensivtransporte
Infos zur Alarmzentrale
Im Gespräch - andere Mitarbeiter der DRF Luftrettung 
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