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Vorreiter im Bereich Nachtflug

Nachtflug

Die DRF Luftrettung betreibt in Deutschland acht Stationen im 24 h-Betrieb: Bad Berka, Berlin, Halle, Hannover, München, Nürnberg, Regensburg und Rendsburg. 

Nachts werden überwiegend Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken durchgeführt. Darüber hinaus können die Hubschrauber nachts auch für Notfalleinsätze eingesetzt werden. Diese Einsätze werden nach besonderen Verfahren durchgeführt. Die Luftrettung kann gerade in entlegenen Gebieten nachts für die Patientenversorgung erhebliche Vorteile bringen: Ein Beispiel ist der in Rendsburg stationierte Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung, der ein wichtiger Bestandteil der Notfallversorgung auf den west- und nordfriesischen Inseln und Halligen ist. Gemeinsam mit den örtlichen Rettungsorganisationen und den politischen Entscheidungsträgern wurden auf den Inseln und Halligen feste Landeplätze definiert, die nachts angeflogen werden. So sind eine schnelle Übernahme der Patienten und ein reibungsloser Weitertransport auf das Festland möglich.

Vorreiterrolle im Bereich Nachtflug

Die zur DRF Luftrettung gehörende HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH betreibt fünf der acht 24-h-Stationen der DRF Luftrettung. Die Organisation hat schon vor Jahren ein spezielles Verfahren für Anflugverfahren von Notfallstellen in der Nacht entwickelt.

Das Konzept umfasst den Einsatz von zwei Piloten mit Instrumentenflugberechtigung, einen für den Instrumentenflug ausgerüsteten Hubschrauber, ein Satellitennavigationssystem mit digitaler Karte und die Einhaltung spezieller Flugwegeprofile.

Dringende Intensivtransporte zwischen Kliniken sind auch für die HSD Luftrettung gemeinnützige GmbH mit ihren drei 24-h-Stationen nachts Routine, da die Landeplätze bekannt und beleuchtet sind. In der Notfallrettung muss ein geeigneter Landeplatz zunächst ausgewählt und durch die anwesenden Rettungskräfte erkundet werden, sofern er der Besatzung noch nicht bekannt ist. Sie geben die Information über die alarmierende Leitstelle an die Hubschrauberbesatzung. Die Besatzung entscheidet dann ob die Landestelle geeignet ist und sicher angeflogen werden kann. Zu den weiteren Vorbereitungen zählen die Absicherung des Landeplatzes (z.B. Entfernung von losen Gegenständen, evtl. Sperrung von Fahrbahnen) und die Ausleuchtung (z.B. Hindernisbeleuchtung von Hochspannungsleitungen und Flutlichtbeleuchtung bei Sportplätzen).

Einsatz von Night Vision Goggles

Die Münchener Station ist die erste in Deutschland, die seit Juli 2009 Night Vision Goggles einsetzt. Die am Pilotenhelm befestigten Brillen verstärken das in der Nacht vorhandene Restlicht und bieten so den Piloten eine neue optische Orientierung in der Dunkelheit.

Die sogenannten Night Vision Goggles (NVG’s) sind neben dem speziellen Nachtflugverfahren und dem IFR-Betrieb (Flug unter Instrumentenbedingungen) ein weiterer wichtiger Baustein für die sichere Luftrettung bei Nacht.

Hintergründe

Nachtsichtgeräte werden in anderen europäischen Ländern wie der Schweiz, Holland und Norwegen bereits seit Jahren in der Luftrettung genutzt. In Deutschland fehlte bisher jedoch die behördliche Zulassung für den Einsatz von Nachtsichtgeräten in der zivilen Luftfahrt. An dieser Genehmigung arbeitete die HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH gemeinsam mit dem Hubschrauberhersteller Eurocopter viele Jahre.


DRF Luftrettung hautnah

Ein interaktive Reise durch Hubschrauber, Ambulanzflugzeug, Operation-Center und eine Station.

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