
Vlnr: Christian Müller-Ramcke, DRF, Dr. Jörg Braun, DRF, Günter Stemple, GS, Thomas Roth, DRF, Dr. Christian Klimmer, GS, Ernst Freier, DRF.
Neueste intensivmedizinische Technologie im Hubschrauber: Die DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.) und ihre Partner im TEAM DRF haben 30 neue Defibrillations- und Monitoringgeräte für ihre Luftrettungszentren bestellt. Nach umfangreichen Tests hatten sich die Luftretter für das System corpuls3 der Firma GS Elektromedizinische Geräte G. Stemple GmbH aus Kaufering entschieden. Das modulare System vereint mehrere Funktionen und hilft so, Platz und Gewicht zu sparen.
Am DRF-Luftrettungszentrum Stuttgart übergab am 6. Mai Günter Stemple, Vorsitzender Geschäftsführer bei GS, das erste Gerät Dr. Jörg Braun, Ärztlicher Leiter der DRF. „Wir freuen uns natürlich sehr darüber“, so Günter Stemple, „dass die DRF als eines der großen europäischen Luftrettungsunternehmen unserer Technologie vertraut und corpuls3 in ihren Hubschraubern einsetzen wird.“
Das neue System ersetzt zwei bisher eingesetzte Geräte: einen Defibrillator/Schrittmacher mit Monitor sowie ein Patientenüberwachungsgerät. Letzteres zeigt beispielsweise kontinuierlich die Herzfrequenz des Patienten oder die Sauerstoffsättigung seines Blutes an. Der corpuls3 bietet hier den Vorteil, dass er in drei Module geteilt werden kann, die per Funk miteinander kommunizieren. Dadurch ist es möglich, das Gerät den jeweiligen Einsatzanforderungen anzupassen.
Umfassende Patientenversorgung
Dr. Jörg Braun erläutert die Vorteile des neuen Gerätes: „In der Notfallrettung muss unter oft schwierigen Bedingungen gearbeitet werden. Ein Beispiel: Ein Verletzter wird von der Feuerwehr aus einem zerstörten Fahrzeug befreit. Es ist eng, schweres Gerät wird eingesetzt. Hier gibt uns der corpuls3 die Möglichkeit, am Patienten eine kleine Messeinheit anzubringen und den Monitor des Gerätes abzutrennen. Die Daten werden per Funk übertragen, der Notarzt hat die Möglichkeit, den Patienten lückenlos zu überwachen, ohne dass beispielsweise Kabel im Weg sind.“
Überzeugende Technologie
Die Entscheidung GS war laut Dr. Braun nicht leicht: „Wir legen bei der DRF größten Wert auf eine optimale Ausstattung unserer Hubschrauber. In den letzten Monaten haben wir eine Reihe von Geräten verschiedener Hersteller intensiv getestet. Der corpuls3 hat uns technisch überzeugt. Zudem kann GS Halterungen liefern, die für die Luftfahrt schon zugelassen sind.“ Einen weiteren großen Vorteil stellt für ihn die Möglichkeit dar, Patientendaten aus dem corpuls3 per Fax direkt an das Zielkrankenhaus zu übertragen. „Die Kollegen dort können sich so optimal auf den jeweiligen Fall vorbereiten, da wertvolle Informationen schon vorliegen, noch bevor der Patient ankommt.“