Ungewöhnlicher Einsatz für den Nürnberger Hubschrauber der DRF Luftrettung am 28. Januar: Eine Einheit US-amerikanischer Fallschirmspringer wird während einer Übung von einem "Herkules"-Transportflugzeug abgesetzt. Die Landung ist für eine freie Fläche vorgesehen, doch eine plötzliche starke Windböe treibt die Soldaten in ein Waldstück. Etliche von Ihnen verfangen sich Bäumen. Einige können sich selbst befreien oder vom Boden aus gerettet werden. Ein Mann jedoch hängt in 30 Metern Höhe in einer Kiefer fest und droht beim Abstieg abzustürzen. Auch von unten können die zahlreich alarmierten Rettungsmannschaften dem Fallschirmspringer nicht helfen. So wird der in Nürnberg stationierte Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung alarmiert. Die Besatzung - Pilot Werner Schwanitz, Notarzt Dr. Felix Große und Rettungsassistent Zoltan Nick - ist kurze Zeit später vor Ort. Der Einsatz wird mit der Bergwacht geplant. Mit einem Bergretter an der Winde fliegt der Pilot den Baum, in dem der Abgestürzte hängt, an. Hier ist eine fliegerische Meisterleistung nötig: Der Hubschrauber muss längere Zeit exakt an derselben Stelle gehalten werden, sodass der Bergretter die Lage beurteilen, den Abgestürzten sichern, von seinem Fallschirm befreien und mit an die Winde nehmen kann. Als der Soldat mit dem Bergretter an der Winde hängt, dreht Pilot Schwanitz ab und bringt beide auf sicheren Boden. Auch für ihn ist ein derartiger Einsatz etwas besonderes: "Wir mussten die Winde bis auf 55 Meter ausfahren, da sonst die Gefahr bestanden hätte, dass der Fallschirm aufgewirbelt wird. Dadurch war es eine große Herausforderung, den Bergretter längere Zeit punktgenau am Baum zu halten. Es hat sich aber wieder gezeigt, dass durch die regelmäßigen Windentrainings, die wir mit der Bergwacht und der Feuerwehr durchführen, im Ernstfall alles reibungslos klappt. Wir sind alle sehr froh, dass wir den Mann unbeschadet aus dem Baum holen konnten." Der unverletzte Gerettete und die ganze Einheit sind ebenfalls glücklich über die Rettung und bedanken sich noch vor Ort vielmals allen Helfern.