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Lebensgefährliche Brandverletzungen

01. Februar 10 | Lebensgefährliche Brandverletzungen

Um das Leben ihres Kindes zu retten, hat eine 30-Jährige am 14. Januar ihr eigenes Leben riskiert: Obwohl das Kinderzimmer bereits in Flammen stand, ging die besorgte Mutter hinein, um ihr jüngstes Kind zu suchen. Der kleine Junge hatte sich in einem Schrank versteckt und konnte von seiner Mutter erst in letzter Minute ins Freie gebracht werden. Die Frau zog sich dabei eine schwere Rauchgasvergiftung und Verbrennungen an beiden Armen zu. Um die verletzte Frau schnellstmöglich in eine Spezialklinik für Brandverletzte zu bringen, forderte die Rettungsleitstelle Coburg den Nürnberger Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung an. Innerhalb kürzester Zeit erreichte die Besatzung von „Christoph 27“ den Einsatzort. Notarzt und Rettungsassistent führten die medizinische Versorgung der 30-Jährigen fort, die der bodengebundene Rettungsdienst bereits eingeleitet hatte. Dirk Gockeler, bei diesem Einsatz als Rettungsassistent der DRF Luftrettung im Dienst, erläutert die Maßnahmen bei Brandverletzungen: „Ersthelfer können verbrannte Körperpartien zunächst unter fließendem Wasser kühlen. Dadurch kann eine tiefer gehende Schädigung vermieden werden. Dies gilt jedoch nur für die ersten Minuten unmittelbar nach der Verbrennung. Denn bereits nach wenigen Minuten nimmt die Wirkung der Kühlmaßnahmen ab und die Patienten erleiden eine Unterkühlung, da verbrannte Haut keine Wärme mehr speichern kann. Die Unterkühlung wirkt sich zusätzlich negativ auf den Zustand von Brandverletzten aus. Deshalb legt der Rettungsdienst sein Augenmerk insbesondere auf den Wärmerhalt der Brandverletzten. Dazu wickeln wir die Patienten in speziell beschichtete trockene Tücher ein, die nicht mit der verbrannten Haut verkleben. Anschließend betten wir die Verletzten in einen Wärmesack. Falls nötig, werden die Patienten mit einer speziellen Decke schon während des Fluges schonend aufgewärmt. Gegen die starken Schmerzen, die Brandverletzungen verursachen, bekommen die Patienten Schmerzmittel und werden häufig komplett narkotisiert. Rauchgasvergiftung therapieren wir mit hoch dosiertem Sauerstoff.“ Die 30-jährige befindet sich dank der schnellen medizinischen Hilfe und des direkten Transports in eine Spezialklinik mittlerweile auf dem Weg der Besserung.

Station Nürnberg (RTH)


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"Mit Abenteuer hat die Rettungsfliegerei nichts zu tun. Sicherheit und professionelle Hilfe stehen bei uns an erster Stelle.“
Karl-Heinz Heitmüller, Pilot Rettungshubschrauber

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