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Patientensicherheit

Stetige Optimierung der Rettungseinsätze

Seit Februar 2005 verfügt die DRF Luftrettung in Deutschland über das Patientensicherheitsinformations-System (PaSIS). Sie arbeitet dabei mit dem Patienten-Sicherheits- und Simulations-Zentrum des Universitätsklinikums Tübingen zusammen. Ziel des Systems ist es, die Patientensicherheit zu erhöhen und die Qualität der DRF Luftrettung zu sichern. PaSIS wurde zunächst für den Bereich der Ambulanzflüge eingeführt und ist mittlerweile auch auf den Hubschrauberbereich der DRF Luftrettung ausgeweitet worden.

Aus Fehlern lernen

Crewmitglieder der DRF Luftrettung können in Deutschland sowohl technische als auch medizinische Zwischenfälle melden, die während ihrer Rettungseinsätze aufgetreten sind. Mit Eingabe in das System werden die Fälle anonymisiert. Daher müssen die Meldenden keine persönlichen Konsequenzen befürchten.

Das Crew-Mitglied trägt im PaSIS-Meldebogen eine kurze Fallbeschreibung ein und kann auch bereits Vorschläge für Verbesserungsmaßnahmen machen. Die gemeldeten Fälle werden von einem unabhängigen Expertenteam der Universitätsklinik Tübingen ausgewertet. Dabei wird nach Möglichkeiten zur Vermeidung des Ereignisses und zur Optimierung der Ausgangsbedingungen gesucht. Die Ergebnisse werden dann den Mitarbeitern auf einer geschützten Seite zur Verfügung gestellt.

Parallel dazu bewertet der Vorstand der DRF Luftrettung und die betroffenen Fachbereiche die aufgetretenen Fälle. Sie entscheiden über konkreten Handlungs- und Optimierungsbedarf in den entsprechenden Bereichen. So können beispielsweise Schulungsmaßnahmen, Teambildungsmaßnahmen oder Arbeitsgruppen initiiert werden.

Hygienemanagement

Eine besondere Bedeutung kommt dem Hygienemanagement in der Luftrettung zu. Dies spielt insbesondere bei Intensivtransporten zwischen Kliniken eine große Rolle. Ein effizientes Hygienemanagement soll verhindern, dass Infektionen von einem zum nächsten Patienten und vom Patienten auf die Crew übertragen werden. Deshalb stellt es auch ein wichtiges Instrument zur Gewährleistung der Patientensicherheit dar. Grundlegend ist eine Desinfektion des Hubschraubers bzw. des Ambulanzflugzeugs nach jedem Einsatz und die Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen der Crew im Umgang mit dem Patienten. Liegt bei einem Patienten eine spezielle Infektionskrankheit vor oder besteht ein entsprechender Verdacht, sind Schutzmaßnahmen und Desinfektionsmaßnahmen zu ergreifen. Dies ist insbesondere bei Ambulanzflügen in Länder mit erhöhtem Infektionsrisiko wichtig.

Verbindlicher Hygieneplan

Die DRF Luftrettung verfügt in Deutschland über einen verantwortlichen Hygienebeauftragten, der für Hygienefragen zuständig ist und die internen Hygienestandards überwacht. Die DRF Luftrettung orientiert sich an einem umfassenden Hygieneplan, der entsprechend der Empfehlungen der nationalen Referenzzentren (z.B. Robert-Koch-Institut Berlin) ausgearbeitet wurde und sich nach den gesetzlichen Bestimmungen richtet. Verzeichnet ist beispielsweise der Meldeweg bei meldepflichtigen Infektionskrankheiten laut Infektionsschutzgesetz.

„Aktion Saubere Hände“

Die DRF Luftrettung ist die erste Rettungsorganisation, die sich der bundesweiten „Aktion Saubere Hände“ angeschlossen hat. Ziel der Kampagne, die von 2008 bis 2010 läuft, ist es, die Händehygiene im medizinischen Umfeld zu fördern und so die Zahl von Infektionen deutlich zu senken.

Der Startschuss bei der DRF Luftrettung fiel bei einem Aktionstag mit bundesweiten Vertretern der „Aktion Saubere Hände“. Informiert wurde in Vorträgen beispielsweise über die Ziele der Aktion oder Aspekte der Arbeitsmedizin. Prof. Dr. M. Dettenkofer, Leiter der Sektion Krankenhaushygiene am Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg, referierte über multiresistente Keime. Weitere Schulungen werden direkt an den Stationen stattfinden. Das Thema Händehygiene soll zudem in die Pflichtfortbildungen der Rettungsassistenten sowie in die Simulatortrainings aufgenommen werden.

Weitere Informationen: www.aktion-sauberehaende.de


Kinder lernen helfen

Gefahren erkennen, vermeiden und im Notfall richtig reagieren – auch ohne Eltern.

Initiative "Kinder lernen helfen"

 

Rettungsbericht

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