Anfang Dezember startete der am Flughafen Bremen stationierte Hubschrauber der DRF Luftrettung zu seinem 700. Einsatz in diesem Jahr. Noch nie zuvor wurde die Besatzung zu so vielen Einsätzen in einem Jahr alarmiert.
Um 10.40 Uhr schrillte der Alarm, kurze Zeit später war die Besatzung auf dem Weg zum Krankenhaus Leer. Ein Maurer, der sich bei einem Arbeitsunfall schwer an der Hand verletzt hatte, sollte zur Operation in die handchirurgische Abteilung einer Spezialklinik in Hannover gebracht werden. Die Fahrt auf der Straße hätte mindestens zweieinhalb Stunden gedauert. Mit dem Hubschrauber der DRF Luftrettung war der Patient nach 48 Minuten in Hannover und konnte den Ärzten der Klinik übergeben werden. „Gerade bei Handverletzungen ist es wichtig, dass der Patient schnell optimal versorgt wird“, so Thorsten Freitag, der bei dem Transport als Rettungsassistent im Einsatz war. „Nur so bestehen gute Chancen, dass die Hand wieder voll eingesetzt werden kann.“
Der Bremer Intensivtransporthubschrauber der DRF Luftrettung
Die Maschine mit dem Funkrufnamen „Christoph Weser“ wird für den dringenden Transport von Patienten zwischen Kliniken eingesetzt. Darüber hinaus wird der Hubschrauber der DRF Luftrettung bei Notfällen als schneller Notarztzubringer alarmiert. Dazu ist er täglich von 8.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit. Notfallorte im Umkreis von 50 Kilometern kann „Christoph Weser“ in maximal 15 Minuten erreichen.
Die DRF Luftrettung
Die DRF Luftrettung betreibt an 42 Stationen in Deutschland, Österreich und Italien über 50 Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber. Drei Ambulanzflugzeuge werden für weltweite Patiententransporte eingesetzt. Pro Jahr leistet die DRF Luftrettung über 39.000 Einsätze. Zur Finanzierung der oft lebensrettenden Arbeit tragen die rund 500.000 Mitglieder des Fördervereins entscheidend bei.