In Velgast (Mecklenburg-Vorpommern) verunglückt die elfjährige Marie beim Spielen. Es besteht die Gefahr einer Wirbelverletzung. An Bord von „Christoph 47“ wird das Mädchen so schnell wie möglich in eine Spezialklinik geflogen.

Foto: Familie Perlitz
Marie ist 11 Jahre alt und ein vitales Kind. Am liebsten spielt sie im Freien mit Freunden oder ihrem Hund. Am 27. April hatte sie das heißgeliebte Trampolin als Spielgerät ausgesucht. Hüpfen, landen, immer und immer wieder, das macht Marie Spaß. Doch plötzlich: Marie spürt beim Aufkommen nach einem Sprung plötzlich einen messerscharfen Schmerz im Hals- und Schulterbereich.
Sie kann den Kopf nicht mehr drehen, den rechten Arm nicht bewegen und hat starke Schmerzen. Kreidebleich und schweißgebadet alarmiert sie ihre Mutter. „Marie hatte einen Schock und erbrach sich“, erinnert sich Mutter Simone Perlitz. „Daraufhin habe ich sofort die 112 gewählt.“
Der alarmierte Notarzt versorgt das Mädchen an Ort und Stelle. Er vermutet eine Verletzung der Halswirbelsäule und ist besorgt wegen des Bewegungsausfalls des rechten Armes. Deshalb soll Marie so schnell wie möglich zur weiteren medizinischen Abklärung in ein Krankenhaus gebracht werden. Er empfiehlt die Kinderunfallchirurgie und Neurologie der Uniklinik Greifswald zur bestmöglichen Behandlung des Mädchens.
Der Arzt alarmiert über die Leitstelle Nordvorpommern den in Greifswald stationierten Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung. Dieser fliegt innerhalb weniger Minuten zum 47 Kilometer Luftlinie entfernten Wohnort des Mädchens. Hier kümmern sich Notarzt Dr. Frank Zimmermann und Rettungsassistentin Susanne Tober um das verletzte Kind. Sie stabilisieren Maries Hals mit einer Manschette und legen sie auf eine Vakuummatratze. Zum Abschwellen der Weichteile um den Wirbelkörper bekommt die Patientin ein Medikament, ebenso ein Schmerzmittel. Sehr behutsam wird Marie an Bord von „Christoph 47“ gebracht.

"Christoph 47" - schnelles und zuverlässiges Rettungsmittel
Das medizinische Team der DRF Luftrettung schließt das Mädchen an die Überwachungsgeräte an und beobachtet ihren Zustand während des gesamten Fluges. Pilot Walter Dittmann erklärt der Mutter der Patientin inzwischen den Ablauf des Transports und nimmt ihr so die Flugangst. Wenige Minuten später befinden sich alle auf dem Weg zum Uniklinikum Greifswald.
„Bereits vor dem Flug nahm unser Notarzt Kontakt mit den Kinderärzten auf, um eine schnelle Übergabe zu ermöglichen“, berichtet Walter Dittmann. Die Klinikärzte sind auf die Ankunft der kleinen Patientin vorbereitet und bringen sie sofort zum Röntgen. Glücklicherweise kann eine Fraktur der Halswirbelsäule ausgeschlossen werden. Doch die Stauchung des oberen Rückens sowie die neurologischen Ausfälle des Armes müssen weiter behandelt werden. Aber Marie erholt sich schnell und kann nach wenigen Tagen aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Besonders dankbar ist die Familie für den schnellen, professionellen Einsatz des bodengebundenen Notarztes und der rot-weißen Luftretter. „Das Team von „Christoph 47“ arbeitete routiniert, ruhig und besonnen. Marie und mir wurde so ein wenig die Angst in dieser schlimmen Situation genommen“, sagt Mutter Simone Perlitz.