Am 10. April 1992 übernahm die DRF Luftrettung die Station in Greifswald und ist seit 2005 mit einer BK 117 im Einsatz. Der Funkrufname des Hubschraubers lautet "Christoph 47". Zusätzlich zu seiner Aufgabe als schneller Notarztzubringer wird der Rettungshubschrauber auch zur Suche und Rettung von vermissten Personen im küstennahen Bereich eingesetzt.

Die drei Piloten der DRF Luftrettung können je mehr als 5000 Flugstunden aufweisen. Sieben Rettungsassistentinnen (alle Fachkrankenschwestern für Anästhesie und Intensivmedizin), ein Rettungsassistent und 20 Notärzte, alle aus der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Ernst-Moritz-Arndt-Universität (EMAU), sind ebenfalls dabei. Alle Rettungsassistentinnen sind ausgebildete HEMS-Crew-Member.
Die Alarmierung von „Christoph 47“ erfolgt über die Leitstelle Greifswald. Das Einsatzgebiet der Station umfasst die Stadt Greifswald und die Landkreise Rügen, Nordvorpommern, Ostvorpommern, Demmin und Teile der Landkreise Uecker-Randow und Mecklenburg-Strelitz. Häuser der Maximalversorgung: Uniklinik Greifswald, Klinikum Neubrandenburg (ca. 60 km), Uni-Klinikum Rostock (ca. 85 km). Die Kreiskrankenhäuser: Stralsund, Bergen, Wolgast, Demmin, Pasewalk, Bartmannshagen. Weitere Krankenhäuser: Ribnitz-Damgarten, Anklam, Karlsburg, Altentreptow. Benachbarte Rettungshubschrauber: Station Güstrow ("Christoph 34", EC 135, Bundesministerium des Inneren) und Station Neustrelitz ("Christoph 48", EC 135, ADAC)
Die Einsatzorte sind im dünnbesiedelten Flächenland, durch Inseln und Halbinseln teilweise schlecht über Land erreichbar. Deshalb ist der Rettungshubschrauber oftmals das schnellste Rettungsmittel. Häufig werden die umliegenden Inseln, wie beispielsweise Rügen, Hiddensee und Usedom sowie die Halbinsel Darß angeflogen: Die Einsätze umfassen unter anderem Unfälle von Touristen in unbekannter Umgebung und dem schwer zu erreichenden Gelände der Steilküste, Badeunfälle, Sportbootunfälle und Suchflüge im küstennahen Bereich.
Mit Hilfe des Landes Mecklenburg-Vorpommern haben die Rettungsschwimmer der Berufsfeuerwehr Greifswald, die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und die DRF Luftrettung ein spezielles Wasserrettungskonzept für die Region entwickelt: Mit „Christoph 47“ können die Luftretter vermisste Personen im Wasser auffinden und dort Rettungsschwimmer und Rettungsinsel absetzen. Anschließend kann durch die Landung des Hubschraubers auf einem Seenotrettungskreuzer der DGzRS und durch Absetzen des Notarztes auf dem Schiff eine schnelle notärztliche Hilfeleistung für die aus dem Wasser geretteten Personen sichergestellt werden. Dieses in Deutschland einzigartige Landeverfahren und das Absetzen von Rettungsschwimmer und Rettungsinsel mit dem Hubschrauber werden jedes Jahr von den Beteiligten im Greifswalder Bodden geübt.
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