Zum 1. April 2005 hat die DRF Luftrettung die Station in Niebüll (Schleswig-Holstein) in Betrieb genommen. Der am Krankenhaus stationierte Rettungshubschrauber mit dem Funkrufnamen "Christoph Europa 5" steht täglich von 7 Uhr morgens bis Sonnenuntergang für Einsätze in der Notfallrettung und für dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken bereit (Dual Use).

Mit der Indienststellung des Niebüller Rettungshubschraubers fiel der Startschuss für die erste grenzüberschreitende Luftrettung zwischen Deutschland und Dänemark. Diese hat sich mittlerweile gut etabliert.
Das deutsch-dänische Team besteht aus drei Piloten, sieben Rettungsassistenten und 17 Notärzten. Drei der Notärzte sind als Deutsche in Dänemark tätig; fünf Rettungsassistenten kommen vom dänischen Rettungsdienstbetreiber Falck. Leitender Rettungsassistent ist Carsten Dummann.
Die Notärzte sind Fachärzte mit spezieller Notarztqualifikation und intensivmedizinischer Erfahrung. Ebenso wie die Rettungsassistenten haben sie langjährige Erfahrung im Boden gebundenen Rettungsdienst. Alle Rettungsassistenten sind ausgebildete HEMS (Helicopter Emergency Medical Service) Crew Member. Diese Zusatzqualifikation erlaubt ihnen, den Hubschrauberpiloten bei der Navigation und der Luftraumbeobachtung zu unterstützen.
Die Piloten verfügen über hohes fliegerisches Können. Bevor sie bei der DRF Luftrettung arbeiten dürfen, müssen sie umfangreiche Flugerfahrung erwerben. In regelmäßigen Sicherheitstrainings schulen sie ihre Kenntnisse.
"Christoph Europa 5" wird für grenzüberschreitende Luftrettung zwischen Deutschland und Dänemark eingesetzt.
Mit "Christoph Europa 5" verbessert sich die Notfallversorgung vor allem für die Landbevölkerung im nördlichen Schleswig-Holstein, die Bewohner der Nordfriesischen Inseln sowie des Westküstenbereichs des dänischen Verwaltungsbezirks Syddanmark. In den Sommermonaten profitieren zusätzlich tausende Touristen, die im Norden Schleswig-Holsteins und in Süddänemark Urlaub machen, von den Möglichkeiten der Luftrettung.
Innerhalb von zwei Minuten nach einer Alarmierung sind Maschine und Besatzung einsatzbereit und können Einsatzorte im Umkreis von 50 Kilometern in maximal 15 Minuten erreichen. Gerade bei Notfällen in ländlichen Regionen oder auf den Inseln kommt es auf schnelle Hilfe aus der Luft an. So benötigt der Hubschrauber von der Station Niebüll aus zum Beispiel nur elf Flugminuten, um auf der dänischen Insel Rømø zu landen, die deutsche Insel Föhr erreicht er in nur sieben Flugminuten.
Was es bedeutet, in gefährliches Fahrwasser zu geraten, musste ein 45 Jahre alter Kitesurfer am 14. Januar erleben. Andere Surfer hatten vom Land aus beobachtet, wie der Wassersportler bei starkem...
Die Besatzung von „Christoph Europa 5“ hatte gerade einen Einsatz beendet, als sie am 3. Dezember von der Leitstelle Nord zu einem internistischen Notfall angefordert wurde. Eine Seniorin klagte über...
Dienstag 18. Oktober. Ein Kleinkind verschluckt sich an einem Stück Brot. Der Niebüller Hubschrauber der DRF Luftrettung wird um 18.03 Uhr alarmiert und ist nur neun Minuten später am Einsatzort. So...