Im März 2002 wurde der Notarzthubschrauber der ARA-Flugrettungs GmbH in Reutte in Dienst gestellt. Zunächst war der RK-2 am Flugplatz Höfen stationiert. Nach der Hochwasserkatastrophe und der nicht weiter möglichen Nutzung der Räumlichkeiten erfolgte im August 2005 der Umzug auf das Gelände des Krankenhauses und des Pflegeheimes Reutte-Ehenbichl. Der Einzug ins „Haus der Gesundheit“ erfolgte nach dessen Umbau im Juni 2007. Im September 2008 wurde der neue Hangar für den Hubschrauber des Typs BK 117 fertig gestellt. Der RK-2 ist mit einer fest installierten Seilwinde ausgestattet, um Personen aus schwer zugänglichem Gelände zu retten.

Piloten sind Christian Brunnlechner und Jörg Straub. Die Leitung der Notärzte liegt bei Dr. Jochen Korgitta. Der leitende Notfallsanitäter/HCM (Winch Operator) ist Michael Schweiger, leitender Flugretter ist Elmar Flatz. Zur Besatzung zählen neben den beiden Piloten, vier Winchoperatoren/HCM, 12 Notärzte aus verschiedenen Kliniken und 15 Flugretter bzw. Bergretter.
Die eingesetzten Piloten verfügen jeweils über mehr als 4.000 Stunden Flugerfahrung, darin enthalten sind Hochgebirgsflugerfahrung sowie das Fliegen mit Außenlast. Alle Notfallsanitäter sind ausgebildete HEMS (Helicopter Emergency Medical Service) Crew Member.
Aufgrund der Lage der Station im Gebirge ist für das auf dem Reuttener Hubschrauber eingesetzte Personal eine Alpintauglichkeit Voraussetzung. Die eingesetzten Flugretter sind von der Tiroler Bergrettung, der österreichischen Alpinpolizei und der Bergwacht Bayern ausgebildete Spezialisten, die für die Rettung aus alpinem Gelände geschult sind. Die Besatzung muss Kurse zur Fels- und Eisrettung belegen. Außerdem finden jährlich in Zusammenarbeit mit der Bergrettung Lawinenfortbildungen sowie Windenübungen statt, um den Windeneinsatz in Theorie und Praxis aufzufrischen.
Der Hubschrauber wird in erster Linie zu Notfalleinsätzen alarmiert, dabei ganzjährig auch zu Alpineinsätzen. Bei Bedarf führt der RK-2 auch schnelle und schonende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken durch. Angefordert wird der Notarzthubschrauber der ARA-Flugrettungs GmbH von der Integrierten Landesleitstelle Tirol. Das Einsatzgebiet des RK-2 umfasst hierbei die Nordtiroler Region Außerfern. Darüber hinaus alarmieren die Leitstellen Allgäu und Oberland den RK-2 für Einsätze im deutschen Ober- und Ostallgäu sowie dem Bayerischen Oberland. An der Reuttener Station der ARA-Flugrettungs GmbH ist außerdem tagsüber ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) stationiert, mit dem zum Beispiel bei Notfällen im Reuttener Stadtgebiet die medizinische Besatzung an den Einsatzort gebracht werden kann.
Der mit einem Piloten, einem Notarzt, einem Winch Operator und einem Flugretter besetzte Hubschrauber ist medizintechnisch voll ausgestattet und täglich von 7.00 Uhr bis Sonnenuntergang einsatzbereit. Aufgrund des alpinen Einsatzgebietes gehört die Rettung von verunglückten Personen aus schwer zugänglichem Gelände zu einer der vielen Aufgaben des Reuttener Notarzthubschraubers. Seit Juli 2011 verfügt der Notarzthubschrauber der ARA-Flugrettungs GmbH über eine fest installierte Seilwinde, mit der Einsätze im alpinen Gelände durchgeführt werden können, wenn die Landung am Einsatzort nicht möglich ist. Das Windenseil ist 90 m lang, die Länge kann flexibel angepasst werden. Insgesamt können bis zu 270 kg transportiert werden. Mit der Winde wurde das bisherige Fixtauverfahren abgelöst. Zudem ist der Notarzthubschrauber RK-2 für den Bezirk Reutte ein wichtiger und verlässlicher Partner im Katastrophenfall.
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