Am 1. April 2011 hat die DRF Luftrettung die neu gegründete Rettungshubschrauberstation in Weiden in der Oberpfalz in Betrieb genommen. Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung hatte sich der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz für die DRF Luftrettung als Betreiber entschieden. Hintergrund war ein ministeriell angeordnetes Gutachten, das empfohlen hatte, zwei neue Luftrettungsstationen in Bayern zu etablieren. Eingesetzt wird ein Hubschrauber des Typs EC 135 P2+, der von 7 Uhr morgens bis Sonnenuntergang (plus 30 Minuten) einsatzbereit ist.

Zur Besatzung zählen drei Piloten der DRF Luftrettung sowie 16 Notärzte der Kliniken Nordoberpfalz in Weiden und des Klinikums St. Marien in Amberg. Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz stellt die fünf Rettungsassistenten. Die Rettungsassistenten sind ausgebildete HEMS (Helicopter Emergency Medical Service) Crew Member. Bei den erfahrenen Notärzten handelt es sich um Fachärzte der Anästhesie.
Die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz alarmiert den Hubschrauber mit dem Funkrufnamen „Christoph 80“ zu Einsätzen überwiegend in den Rettungsdienstbereichen Nordoberpfalz (Landkreise Neustadt a.d. Waldnaab und Tirschenreuth, sowie Stadt Weiden i.d.OPf.) sowie Amberg (Landkreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf sowie Stadt Amberg). Darüber hinaus kann der Hubschrauber auch für Intensivtransporte zwischen Kliniken eingesetzt werden.
Nach der Unterzeichnung des öffentlich-rechtlichen Vertrags am 2. Dezember 2010 liefen die Vorbereitungen zur Inbetriebnahme von „Christoph 80“ auf Hochtouren. Hierzu zählte beispielsweise die Auswahl und Schulung der Besatzung sowie die Errichtung der provisorischen Station (inklusive Hygienecontainer) mit einem Zelthangar. Diese schnelle Umsetzung des Projekts wäre nicht ohne die engagierte Unterstützung der umliegenden Landkreise, des Rettungszweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz und die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz möglich gewesen. Zwischenzeitlich hat der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung einen Neubau errichtet, der einen Hangar, einen Sozialtrakt, einen Hygienebereich und medizinische Lagerräume umfasst.
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