Rund 70 Prüfer, Fluggerätemechaniker und Avioniker sorgen bei der DRF Luftrettung dafür, dass die Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge sowie die medizinische Ausrüstung optimal funktionieren. Sie gewährleisten, dass die Piloten, Notärzte und Rettungsassistenten der DRF Luftrettung immer sicher zu ihren lebensrettenden Einsätzen starten können.
Zu den Aufgaben der Fluggerätemechaniker gehören Routinekontrollen, Reparaturen und Modifikationen der Fluggeräte. Bei der Triebwerkswartung eines Hubschraubers zum Beispiel kontrolliert der Mechaniker unter anderem den Ölfilter auf Verunreinigung, überprüft die Triebwerkschaufeln und andere Teile auf Beschädigungen, Risse und sonstige Verschleißerscheinungen. Diese Arbeiten finden immer unter Aufsicht und Kontrolle der Prüfer statt.
Bei ihrer Tätigkeit halten die Fluggerätemechaniker die vorgegebenen Sicherheitsstandards strengstens ein und arbeiten, wenn nötig, auch nachts. Unternehmensinterne Qualitätsaudits und das Luftfahrt-Bundesamt überwachen die Einhaltung der Sicherheitsstandards.
Die DRF Luftrettung bildet Fluggerätemechaniker aus und beschäftigt diese nach Möglichkeit nach ihrer dreijährigen Ausbildung weiter. Zu Beginn der Ausbildung werden allgemeine technische Grundlagen eines Luftfahrzeugs vermittelt. Dann arbeiten die Auszubildenden im Werftbetrieb mit. Am Ende der Ausbildung müssen die Fluggerätemechaniker in der Lage sein unter der Aufsicht von Prüfern ein Triebwerk komplett auseinander zu nehmen oder einen Rotorkopf abzubauen. Nach der Ausbildung schließen sich Musterlehrgänge für die einzelnen Hubschraubertypen (z.B. BK 117 und EC 135) bei den Herstellern der Luftfahrzeuge an.
Fluggerätemechaniker arbeiten Hand in Hand mit den Avionikern der DRF Luftrettung. Avionik ist eine Wortkombination aus den Begriffen Aviation und Elektronik. Avioniker sorgen dafür, dass die elektronischen Anlagen an Bord eines Fluggerätes einwandfrei funktionieren, zum Beispiel die Kommunikationsanlagen, Navigationssysteme oder Autopilotanlagen. Sie bauen neue Anlagen ein und modifizieren die bestehenden.

Nach mehrjähriger praktischer Tätigkeit können die Fluggerätemechaniker und Avioniker zusätzlich eine Prüferausbildung durchlaufen. 80 Prozent der in der Werft in Rheinmünster angestellten Techniker haben eine Prüferlizenz. Nach jeder Instandsetzungsmaßnahme geben sie nach eingehender Prüfung die Ambulanzflugzeuge und Hubschrauber für den Einsatzbetrieb frei.