Die meisten Unfallzeugen reagieren panisch oder gelähmt. Der Erste-Hilfe-Kurs ist schon eine Weile her, die meisten von uns fürchten sich davor beim Eingreifen und Anpacken etwas falsch zu machen.
Nichts zu unternehmen, ist in dieser Situation jedoch der größte Fehler, den Sie machen können. Ihre Hilfe kann lebensrettend sein! Jede genutzte Minute erhöht im Ernstfall die Überlebenschance eines Unfallopfers. Hilfeleistung ist übrigens ist auch eine gesetzlich verankerte Bürgerpflicht.
So verhalten Sie sich richtig:
Geschieht ein Unfall auf der Autobahn oder auf der Straße, muss zuallererst die Unfallstelle abgesichert werden.
So lassen sich Folgeunfälle vermeiden. Dazu nehmen Sie Ihr Warndreieck aus dem Kofferraum und platzieren es gut sichtbar am Straßenrand. Auf Autobahn stellen Sie es mindestens 100 Meter vor der Unfallstelle auf, vor Kuppen und Kurven rund 200 Meter davor.
Denken Sie bei der Absicherung an Ihre eigene Sicherheit! Tragen Sie eine Warnweste. Warnwesten dürfen gelb oder orange sein und sollten das europäische Kontrollzeichen EN 471 aufweisen.
Bleiben Sie ruhig und verschaffen Sie sich einen Überblick über die Situation.
Fordern Sie andere Verkehrsteilnehmer zum Mithelfen auf.
Retten Sie verletzte Personen bei akuter Gefahr aus dem Gefahrenbereich. Bringen Sie sich jedoch nicht selber in Gefahr.
Setzen Sie einen Notruf über die Nummer 112 ab.
Die Notrufnummer gilt in allen EU-Staaten und kann vom Festnetz oder dem Mobiltelefon (bei eingelegter SIM-Karte) ohne Vorwahl und ohne Guthaben erreicht werden. Schildern Sie dem Disponenten der Rettungsleitstelle den Unfall so präzise wie möglich:
Schon während des Telefonats macht sich der Disponent der Rettungsleitstelle ein Bild von der Notfallsituation. Anhand der Informationen des Anrufers entscheidet er, welche Rettungskräfte alarmiert werden. Dabei hat er den Überblick, welches notarztbesetzte Rettungsmittel (Fahrzeug oder Hubschrauber) den jeweiligen Einsatzort am schnellsten erreichen kann.
Die Hubschrauber der DRF Luftrettung erreichen Einsatzorte innerhalb eines Radius von rund 60 Kilometern in maximal 15 Minuten. Damit sind sie durchschnittlich viermal so schnell wie ein Rettungswagen. Die rot-weißen Luftretter leisten allein in Deutschland rund 37.000 Einsätze pro Jahr.
Richtiges Verhalten bei einem Unfall in Kurzform
zum herunterladen, ausschneiden und mit sich führen
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