08.01.2021 |
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Für Frau Holles „Überfall“ gerüstet

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Zwei Mitarbeiter der ARA Flugrettung stehen im Schnee vor einem Rettungshubschrauber
Gernot Aichinger (links) und Philipp Heidenreich haben den Notarzthubschrauber „RK-1“ lawinenfit gemacht. Lawinenrucksack, Pieps, Schaufel und Sonde sind ab heute mit an Bord der fliegenden Intensivstation. (Quelle: ARA Flugrettung)

04.12.2020 – Für das kommende Wochenende wird von den Meteorologen ein „Überfall“ von Frau Holle auf den Süden Österreichs vorhergesagt. Speziell in den alpinen Regionen Oberkärntens soll es bis Montag jede Menge Neuschnee geben.

Die Crew des Notarzthubschraubers „RK-1“ der ARA Flugrettung hat jedenfalls alle Vorkehrungen getroffen, um für das „Hereinschneien“ von Frau Holle gerüstet zu sein. „Der Lawinenrucksack ist gepackt, der Lawinen-Pieps startklar und Lawinen-Sonde und Schaufel sind im Hubschrauber verstaut“, berichtet der leitende Flugretter Philipp Heidenreich. Bei der Flugrettung geht man davon aus, dass spätestens, wenn sich die Wettersituation wieder beruhigt hat, die Touren-Fans die tiefverschneiten Berge stürmen werden. „Im Falle eines Lawinenabgangs zählt für den Verschütteten jede Sekunde. Mit dem Notarzthubschrauber sind wir, zusammen mit der Bergrettung, oftmals die ersten Einsatzkräfte, die an der Unglücksstelle eintreffen. Da ist es wichtig, dass auch bei uns jeder Handgriff sitzt und wir nicht nur professionelle medizinische Hilfe, sondern auch profunde Qualitäten in Sachen Suche und Bergung zur Verfügung stellen können“, weiß der ärztliche Leiter der ARA Flugrettung Gernot Aichinger. 
 
Bereits in den nächsten Tagen wird die ARA-Crew von Fresach aus zu ihrem tausendsten Einsatz in diesem Jahr aufbrechen. „Durchaus möglich, dass uns dieser Einsatz zu einem Lawinenabgang führt“, mutmaßt Philipp Heidenreich. Allen Touren-Fans, die heuer erstmals das alpine Gelände fernab von den Schipisten genießen wollen, rät er: „Auch wenn die ersten Tourenschritte im vermeintlich ungefährlichen Gelände geplant sind, ist eine entsprechend gute Ausrüstung inklusive aktiviertem Lawinen-Pieps ein absolutes Muss.“ 
 
Je nach Schneelage wird der „RK-1“ der ARA Flugrettung pro Winter zwischen fünf und zehn Mal zu Lawinenabgängen gerufen. „Manchmal gibt es glücklicherweise keine Verschütteten, oft sind aber Menschen unter den Schneemassen begraben. Die Chancen, einen Verschütteten lebend zu bergen, steigen enorm, wenn eine rasche Ortung möglich ist“, bricht Heidenreich eine Lanze für den Lawinen-Pieps. 

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