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Learjet der DRF Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden

Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden

Ambulanzflugbetrieb

Über die regionale Luftrettung hinaus setzen wir Ambulanzflugzeuge zur weltweiten Rückholung von verletzten und erkrankten Menschen ein, wenn dies medizinisch sinnvoll und ärztlich angeordnet ist. Die mit erfahrenen Pilot*innen und medizinischen Teams besetzten Learjets der DRF Luftrettung starten vom Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden zu ihren Einsätzen.

Steckbrief

Betreiber

DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG

Personal

  • Pilot*innen der DRF Luftrettung
  • Notärzt*innen aus bundesweiten Kliniken
  • Notfallsanitäter*innen der DRF Luftrettung/verschiedener Kliniken/Hilfsorganisationen

Besondere Qualifikation des Personals

Notärzt*innen: Fachärzt*innen mit Zusatzbezeichnung Notfall- und Intensivmedizin
Notfallsanitäter*innen: Erfahrung in der Anästhesie und Intensivmedizin, teilweise Doppelqualifikation als Fachkrankenschwester/-pfleger für Intensivmedizin und Zusatzqualifikation „Intensivtransport“ nach Empfehlungen der DIVI

Einsatzgebiet

Weltweite Ambulanzflüge (Ausnahme: Länder, die sich aktuell im Kriegszustand befinden)

Anforderung

Alarmtelefon für Notfälle im Ausland: +49 (0) 711 - 70 10 70
Bei Notfällen in Deutschland wählen Sie bitte die Notrufnummer 112

Sie benötigen einen Ambulanzflug? Kontaktieren Sie uns und wir übernehmen alles Weitere – hoch professionell und zuverlässig.
Einsatzzentrale
Einsatzzentrale

24-Stunden-Einsatzbereitschaft – 365 Tage im Jahr

Einsätze 2020: 214
Einsätze 2019: 222
Einsätze 2018: 300
Einsätze 2017: 187
Einsätze 2016: 198
Einsätze 2015: 131

Latitude: 48° 46' 5.16" N
Longitude: 8° 4' 48.54" E

Dankschreiben
Erfolgreiche Auslandsrückholung
Matthias Greve
Im Juni haben Sie meine Frau vom Krankenhaus in Rom nach Hamburg geflogen. Dies hat in kürzester Zeit und hervorragend funktioniert, herzlichen Dank dafür und für die herausragende ärztliche Begleitung "von Haus zu Haus"! Leider habe ich dieses - späte - Schreiben völlig aus den Augen verloren, wollte es aber dennoch gerne absenden.
Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Mitarbeitern bedanken
Raimund Knabe
Liebes Team der DRF Luftrettung, ich möchte mich ganz herzlich bei allen Mitarbeitern bedanken, die es ermöglicht haben meine Frau aus dem Urlaub auf Fuerteventura aufgrund einer Erkrankung so schnell und unkompliziert nach Hause ins Krankenhaus zu fliegen. Es war alles hier und in Spanien super organisiert.
Herzlichen Dank
H.-W. B.
Ich bin der DRF Luftrettung sehr dankbar für den prompten und gut organisierten Heimtransport nach meinem Unfall in der ukrainischen Provinz. Rund 30 Stunden nach dem Unfall war ich bereits in Deutschland, und am Abend noch in der Universitäts-Klinik in Bonn. Ich bin sehr froh über meine Mitgliedschaft (seit 2002).
Ich möchte mich sehr herzlich bedanken
Waltraud Buchwald
Ich möchte mich sehr herzlich dafür bedanken, daß ich nach dem Unfall in Rhodos so gut versorgt durch die DRF Luftrettung nach Deutschland geflogen und dadurch sofort in die Vincentius Klinik nach Karlsruhe zur Operation transportiert werden konnte. Nach erfolgreicher OP, Reha und anschließend viel Therapie geht es mir inzwischen wieder gut.
Ich spürte sofort: jetzt wird mir geholfen
Hildegard Charberet
Ich möchte mich bei allen Beteiligten bedanken. Sie haben mir durch Ihre „Rückholaktion“ mein Bein und somit mein Leben gerettet. Nach der Odyssee auf Kreta durch mehrere Medical Center und Krankenhäuser, ohne letztendlich medizinische Hilfe zu bekommen, spürte ich sofort bei meinem ersten Anruf bei Ihnen: jetzt wird mir geholfen.
Bilder & Videos vom Ambulanzflugbetrieb
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Der Freiwilligendienst bei der DRF Luftrettung ist für viele junge Menschen ein guter Start ins Leben. Sich engagieren und Neues dazu zu lernen, macht fit fürs Berufsleben. (Quelle: DRF Luftrettung)
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Die DRF Luftrettung rettet Menschen auch im Ausland über die regionale Luftrettung hinaus. Die mit erfahrenen Pilot*innen und medizinischen Teams besetzten Learjets starten vom Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden zu ihren weltweiten Einsätzen (Quelle: DRF Luftrettung).
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Lear 35 A Ambulanzjet der DRF Luftrettung unter der Kennung D-CDRF seitlich von hinten. (Quelle: DRF Luftrettung)
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Lear 35 A Ambulanzjet der DRF Luftrettung unter der Kennung D-CDRF im Flug von unten. (Quelle: DRF Luftrettung)
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Lear 35 Ambulanzjet der DRF Luftrettung unter der Kennung D-CDRF einsatzbereit. (Quelle: DRF Luftrettung)
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Vor jedem Ambulanzflug führen Einsatzkoordinatoren eine Flugplanung durch. Dabei klären sie unter anderem die Flugroute, Ausweichflughäfen sowie den Treibstoffbedarf ab. (Quelle: DRF Luftrettung)
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In der hauseigenen Werft, ebenfalls am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden angesiedelt, werden die Ambulanzflugzeuge entsprechend gewartet und instandgehalten. (Quelle: DRF Luftrettung)
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Die mit erfahrenen Pilot*innen und medizinischen Teams besetzten Learjets der DRF Luftrettung starten vom Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden zu ihren Einsätzen. (Quelle: DRF Luftrettung)
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Die mit erfahrenen Pilot*innen und medizinischen Teams besetzten Learjets der DRF Luftrettung starten vom Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden zu ihren Einsätzen. (Quelle: DRF Luftrettung)
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Learjet der DRF Luftrettung (Quelle: DRF Luftrettung)

Wissenswertes

Besonderheiten

Die Ambulanzflugzeuge sind mit einem oder einer Flugkapitän*in und einem oder einer Co-Pilot*in, einem oder einer Arzt*Ärztin und einem oder einer Notfallsanitäter*in besetzt. Vor jedem Ambulanzflug führen Einsatzkoordinator*innen eine Flugplanung durch. Dabei klären sie unter anderem die Flugroute, Ausweichflughäfen sowie den Treibstoffbedarf ab.

Seit Sommer 2012 werden in den Cockpits der Ambulanzjets „Electronic Flight Bags“ (EFB) eingesetzt – effiziente und kostensparende Tablet-Computer, die Informationen vom umfangreichen Kartenmaterial bis hin zum 900 Seiten starken Flugbetriebshandbuch beinhalten.

Planung eines internationalen Ambulanzflugs

Für jeden Einsatz müssen zunächst alle medizinischen Details abgeklärt werden:

  • Bei Alarmierung nimmt der oder die Einsatzkoordinator*in die Patient*innen- und Krankenhausdaten auf und kontaktiert eine*n beratende*n Arzt*Ärztin.
  • In einem Arzt*Ärztin-zu-Arzt*Ärztin-Gespräch mit dem oder der behandelnden Kolleg*in vor Ort werden die genaue Diagnose und die Transportfähigkeit des oder der Patient*in abgeklärt.
  • Anschließend informieren die Einsatzkoordinator*innen die medizinische Crew, die den Flug begleiten und den oder die Patient*in von Krankenhausbett zu Krankenhausbett transportieren wird.

Parallel dazu kümmern sich die Einsatzkoordinator*innen um alle Details der Flugvorbereitung:

  • Sie informieren die dienstbereiten Besatzungen über den bevorstehenden Einsatz.
  • Sie klären die geopolitische Lage, Überflugrechte, Landegenehmigungen, Tankstopps und andere umfangreiche flugtechnische Fragen.
  • Innerhalb kürzester Zeit werden alle medizinischen und flugbetrieblichen Vorbereitungen getroffen, sodass unsere Ambulanzflugzeuge bereits zwei Stunden nach der Alarmierung zu ihren weltweiten Einsätzen starten können.

Die Zentrale Koordinierungsstelle (ZKS)

Zum 1. Mai 2008 hat die Zentrale Koordinierungsstelle ihren Betrieb aufgenommen. Im Auftrag des Innenministeriums Baden-Württemberg werden hier Intensivtransporte am Boden und in der Luft organisiert.

Einsatzkoordinator*innen der DRF Luftrettung und des Deutschen Roten Kreuzes koordinieren die Einsätze von drei Intensivtransporthubschraubern (Stuttgart, Freiburg, Mannheim) und vier Intensivtransportwagen verschiedener Rettungsdienstorganisationen (Stuttgart, Freiburg, Mannheim, Ulm). Bei Bedarf werden auch überregionale Intensivtransportmittel hinzugezogen.

Dabei kooperieren das DRK, der Malteser Hilfsdienst, der Arbeiter-Samariter-Bund und die Johanniter Unfallhilfe, die gemeinsam das medizinische Personal der Intensivtransportwagen stellen.

Learjet 35A
Luftfahrzeuge des Ambulanzflugbetriebs: Lear 35 A Ambulanzjet
Mit dem eigens für den Einsatz in der Luftrettung ausgerüsteten Learjet, bringt die Crew der DRF Luftrettung Menschen, die im Ausland einen Unfall hatten oder schwer erkrankt sind, sicher und schnell in ein Krankenhaus des jeweiligen Heimatlandes. Dabei erfüllt die medizinische Ausstattung der Ambulanzflugzeuge höchste Qualitätsmaßstäbe und gewährleistet eine optimale Betreuung der Patient*innen.