Saisonbilanz Notarzthubschrauber „ARA-3“

Zwei ARA-Crewmitglieder stehen am Boden, über ihnen schwebt der Notarzthubschrauber ARA-3

Landung auf der Schipiste – am Nassfeld selbst musste der Notarzthubschrauber „ARA-3“ der ARA Flugrettung im vergangenen Winter bei 118 Schiunfällen notfallmedizinische Hilfe leisten. (Quelle: ARA/Tomas Kika)

Rettungswinde voll gefordert

Am Ostermontag hat der Notarzthubschrauber „ARA-3“ der ARA Flugrettung am Nassfeld seinen Betrieb eingestellt. In 116 Einsatztagen wurde die fliegende Intensivstation 198 Mal alarmiert. Der Großteil der Einsätze betraf alpine Sport- und Freizeitunfälle. Patientinnen und Patienten aus 20 Nationen konnte geholfen werden. 

Nach 116 Einsatztagen war am Ostermontag Schluss. Im Schigebiet Nassfeld wechselte der Notarzthubschrauber „ARA-3“ der ARA Flugrettung in die wohlverdiente Frühjahrspause. Die Bilanz, die das gemeinnützige Unternehmen nach seiner dritten Winter-Saison am Nassfeld zieht, ist eine rundum positive.

„Auf die Einsatzzahlen, die primär vom Wetter abhängig sind, haben wir keinen Einfluss. Für uns ist es sehr wichtig, dass der Flugbetrieb absolut sicher und professionell funktioniert. Und das haben unsere Crews wieder perfekt geschafft. Es gab keinen flugbetrieblichen Vorfall in der gesamten Saison“, erklärt ARA-Geschäftsführer Thomas Jank zufrieden.

Von den insgesamt 198 Einsätzen (in der Saison 22/23 waren es 185) wurden 118 in Folge von Schiunfällen am Nassfeld selbst absolviert. Fernab vom Nassfeld versorgte der „ARA-3“ 20 weitere alpine Sport- und Freizeitunfälle. In 50 Fällen konnte bei diversen Primäreinsätzen (internistische und neurologische Notfälle, Verkehrsunfälle oder Unfälle im Haushalt) in der Region rasch notfallmedizinische Hilfe geleistet werden. Sechs Mal stand der Rettungs-Heli für sogenannte „Sekundäreinsätze“ (von Krankenhaus zu Krankenhaus) zur Verfügung. Fehleinsätze gab es vier zu verzeichnen.

Mit dem top-modernen Notarzthubschrauber vom Typ H145 aus dem Hause Airbus kam am Nassfeld in diesem Winter auch erstmals eine fix installierte Rettungswinde zum Einsatz. Sie wurde vom ersten Tag an voll gefordert, berichtet Stationsleiter Philipp Heidenreich: „Es gab 39 Windenbergungen. Im unwegsamen alpinen Gelände ist die Möglichkeit der Windenbergung einfach Gold wert. Notärztliche Versorgung gelangt so wesentlich schneller zum Patienten und auch der Abtransport funktioniert deutlich rascher.“

Detail-Analyse der Einsätze

  • Schweregrad der Verletzungen

    Am häufigsten (62%) wurde der ARA-Notarzthelikopter zu Unfällen mit dem Schweregrad NACA 3 (das sind mittelschwere Verletzungen wie beispielsweise eine Schlüsselbeinfraktur) gerufen. In 19 Prozent der Fälle ist man zu Notfällen mit dem Schweregrad NACA 4 (schwere Verletzung) ausgerückt. Lebensgefährliche Verletzungen mit der Einstufung NACA 5 gab es lediglich in vier Prozent der Fälle zu versorgen.

  • Alarmierungszeiten

    Die meisten Alarmierungen (18%) wurden im Zeitraum zwischen 11 und 12 Uhr verzeichnet.

  • Angeflogene Krankenhäuser

    In dieser Statistik liegt das LKH Villach mit 67 Prozent klar voran. Auf Platz zwei rangiert mit 15 Prozent das Klinikum in Klagenfurt, gefolgt vom Krankenhaus Spittal (12%).

  • Herkunft der Patientinnen und Patienten

    In Summe versorgten die Crews des „ARA-3“ Patientinnen und Patienten aus 20 Nationen. Mit 44 Prozent liegen Staatsbürger aus Österreich in diesem Ranking klar voran, gefolgt von Tschechien (10%) und Deutschland (9%).

  • Der Tag mit den meisten Einsätzen

    Mit in Summe sechs Einsätzen stellt der 28. Jänner den einsatzstärksten Tag des Winters dar. An diesem Tag galt es zwei Schiunfälle am Nassfeld, zwei Schitourenunfälle in Kremsbrücke und auf der Emberger Alm, einen Rodelunfall am Dobratsch und einen Verkehrsunfall im Gailtal notärztlich zu versorgen.

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Mag. Thomas Jank

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