Faszination Hubschrauber

Hubschrauber in der Luftrettung

Seit jeher übt das Fliegen eine besondere Faszination auf den Menschen aus. Von allen Luftfahrzeugen sticht der Hubschrauber dabei hervor, denn im Gegensatz etwa zum Flugzeug kann er in der Luft auf der Stelle förmlich "stehen", auch mal rückwärts fliegen und auch dort landen, wo es keine Landebahn gibt. All das - und vieles weitere mehr - macht Hubschrauber unverzichtbar für die Notfallrettung, etwa auf der Autobahn, im Gelände oder auf hoher See. Denn sind Menschen in Not, ist schnelle Hilfe überlebenswichtig.

Am 19. März 1973 startete der erste Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung, um bei einem Notfall schnelle medizinische Hilfe zu bringen. Mittlerweile sind wir Teil des flächendeckenden Luftrettungsnetzes in Deutschland und betreibt auch in Österreich und Liechtenstein Stationen. 

Was einen Hubschrauber in der Luftrettung ausmacht

Soll sich ein Hubschrauber für die Luftrettung eignen, muss er schnell, kompakt und wendig sein. Idealerweise ist er wartungsarm sowie sparsam im Kerosinverbrauch und hat eine große Reichweite. Zum schonenden Transport von Patienten muss er vibrationsarm sein und der Rotor darf keinen zu großen Durchmesser haben, damit Landungen auf kleinster Fläche möglich sind.

Im Laufe der Jahrzehnte sind die Anforderungen an die Luftrettungsmittel deutlich gestiegen. Dies spiegelt sich auch in der Entwicklung unserer Hubschrauberflotte wider. Viele verschiedene Typen kamen von 1973 bis heute zum Einsatz. Im Laufe der Zeit wurden die Hubschrauber immer besser und immer geeigneter für ihre jeweiligen Einsatzgebiete. Heute gleichen sie fliegenden Intensivstationen, können bei Tag und in der Nacht fliegen, verfügen über Autopiloten und Warnsysteme. Die DRF Luftrettung hat diese Entwicklung mit ihren Innovationen als treibende Kraft maßgeblich vorangetrieben - und damit die Luftrettung insgesamt verbessert.

Modernste Medizintechnik, um Menschenleben zu retten

Im Vordergrund stand dabei stets das Überleben von Patienten. Menschenleben zu retten, das war und ist unsere Triebfeder, die Hubschraubertechnik immer weiter zu verbessern. Dazu gehört auch das medizinische Equipment. Unsere Flotte ist mit modernster Medizintechnik ausgestattet. Dazu gehören Intensivbeatmungsgeräte, mobile Ultraschallgeräte, ein Gerät zur Wiederbelegbung bis hin zu Inkubatoren, um Säuglinge bei geregelter Temperatur gut geschützt transportieren zu können. All dies dient nur dem Zweck, Patienten besser zu versorgen und ihre Überlebenschance zu erhöhen. Denn jedes Leben ist einzigartig.

Hier stellen wir die Hubschraubertypen vor, mit denen wir flogen und fliegen.

Unsere aktuelle Flotte

H 145

Als erster Luftrettungsbetreiber weltweit erhält die DRF Luftrettung am 31. Juli 2014 einen Hubschrauber des Typs H 145 (damals EC 145 T2) von Airbus Helicopters. Seit Februar 2015 ist der erste Einsatzhubschrauber dieses Typs an der 24-h-Station in München in Betrieb, im April folgte die Nürnberger ITH-Station, Ende Mai die Station in Regensburg, im Juli 2016 die Station in Berlin. Weitere Statione folgten. Die H 145 ist für nächtliche Einsätze optimiert und verfügt über ein neu entwickeltes Avioniksystem mit einem Vier-Achsen-Autopilot.

H 135

Im September 2017 werden der DRF Luftrettung die ersten drei Hubschrauber des Typs H 135 übergeben. Ein hochmodernes Cockpit mit Avionik-System, 4-Achsen-Autopilot und einer verbesserten satellitengestützten Navigation zeichnen das Muster aus. Hinzu kommt ein Kollisions- und Hinderniswarngerät. Unser Part 145-Instandhaltungsbetrieb ist bereits für die Wartung des Typs H 135 zertifiziert.

 

H 145 mit Rettungswinde

Um die Notfallrettung auch in Bergegionen zu gewährleisten, verfügt die hochmoderne H 145 an einigen Standorten, etwa Bautzen, über eine fest installierte Rettungswinde. Um die Crews auf die speziellen Anforderungen an die Winden- und Bergrettung vorzubereiten, werden regelmäßig Windenschulungen durchgeführt.

EC 145

Aus der BK 117 geht ein Hubschraubermodell hervor, das seit 2003 zur Flotte der DRF Luftrettung gehört: die EC 145. Konstruktionsbestandteile wie der freiliegende Heckrotor zum Beispiel wurden von der BK 117 übernommen, während wesentliche Elemente der modernen Technik sowie das Cockpit der EC 135 entstammen. Der Digitaler Autopilot und das Wetterradar tragen beim Nacht- und Instrumentenflug wesentlich zur Sicherheit bei. Schon zu dieser Zeit wird davon ausgegangen, dass nächtliche Einsätze in Zukunft eine wachsende Bedeutung zukommen wird.

BK 117

Während die Stärken der EC 135 bei Notfalleinsätzen zum Tragen kommen, eignet sich die BK 117 ideal für Transporte intensivpflichtiger Patienten zwischen Kliniken. So hat sie einen größeren Laderaum, was beim Transport von Intensivpatienten von Vorteil ist, da die speziellen medizintechnischen Geräte Platz benötigen. Im Unterschied zur EC 135 hat die BK 117 zudem aufgrund ihres höheren Gewichts ein trägeres Flugverhalten.

EC 135

Bis 2009 wird die BO 105 ausgemustert, da sie bestimmte Anforderungen nicht mehr erfüllen kann. Ihr offizieller Nachfolger ist die EC 135. Im September 1996 stellt die DRF Luftrettung die beiden ersten, weltweit ausgelieferten EC 135 als Rettungshubschrauber in Dienst. Es ist die erste Hubschrauber-Neuentwicklung in Deutschland seit 25 Jahren.

Unsere ehemalige Flotte

Bell 412

Ein Hubschraubermuster, das parallel häufig zum Einsatz kommt, ist die Bell 412. Dank des Wetterradar, ihrer Größe und ihrer Reichweite war die Bell 412 der zum damaligen Zeitpunkt geeignetste Hubschrauber für Intensiv-Verlegungen. Sie wird seit 1993 für den HDM und seit 2002 für das "Team DRF" eingesetzt. Sukzessive wird die Bell 412 durch die modernere EC 145 ersetzt, die einen idealen Kompromiss zwischen der Bell 412 und der EC 135 darstellt, da sie sich für Notfalleinsätze ebenso eignet wie für Transporte zwischen Kliniken. Ende 2015 hat die DRF Luftrettung den letzten Hubschrauber des Typs Bell 412 außer Dienst genommen - das Ende eine Ära.

 

 

BO 105

Schon im Jahr darauf übernimmt die DRF Luftrettung ihre erste BO 105 (Messerschmitt-Bölkow-Blohm, später Eurocopter). Im Vergleich zur Alouette III hatte die BO105 zwei Triebwerke anstatt nur einem und die Geschwindigkeit sowie Wendigkeit des Musters waren von großem Vorteil. Eine weitere Besonderheit dieses Typs war das gelenklose Rotorsystem, das eine hohe Manövrierfähigkeit und Steuerfolgsamkeit mit sich brachte. Wenig später, im April 1979, stellt die DRF Luftrettung die erste BO 105 CBS mit einem verlängerten Innenraum in Dienst. Diese Variante bietet mehr Platz für medizinische Geräte und eine größere Bewegungsfreiheit als andere in der Luftrettung genutzte Modelle. Insgesamt wurde die BO 105 von 1975 bis 2009 in verschiedenen Varianten betrieben.

Alouette III

Der erste Rettungshubschrauber, den die DRF Luftrettung am 19. März 1973 auf dem Stuttgarter Flughafen in Dienst stellt, ist eine Alouette III (Hersteller: Aérospatiale). Sie wurde bis 1975 betrieben.

MD 902

Über die Tochtergesellschaft HSD Luftrettung kam zudem in den Jahren von 1996 bis 2009 eine MD 902 im Rettungsdienst zum Einsatz. 

Bell 206 Long Ranger

Von 1977 bis ca. 1989 hat die DRF Luftrettung zusätzlich - als Deutsche Rettungsflugwacht - die Bell 206 betrieben. Das Muster bot einen größeren Kabinenraum zur Behandlung von Patienten.

Bell 222

Ebenfalls über die HSD Luftrettung wurde zwischen 1987 und 2002 eine Bell 222 eingesetzt.

Unsere Typenblätter

Reichweite, Spitzengeschwindigkeit oder medizinische Ausstattung: Wer es genau wissen will, kann sich hier unsere Typenblätter herunterladen.

Aktuelle Flotte

H 135

Die hochmoderne H135 ist mit einem Glascockpit ausgerüstet, in dem die Piloten alle wichtigen Flugdaten auf großen Bildschirmen angezeigt bekommen. Zusammen mit dem Vier-Achsen-Autopiloten, einer verbesserten satellitengestützten Navigation und einem Anti-Kollisions-System stellt dies eine erhebliche Entlastung für die Piloten dar.

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H 145

Die H 145 eignet sich besonders für Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken, die weit voneinander entfernt sind. Mit ihrer großen Reichweite von rund 700 km sind auch Flüge über größere Distanzen kein Problem. Als fliegende Intensivstation ausgestattet, bietet sie ideale Bedingungen für den Transport von Risikopatienten.

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H 145 mit mit Rettungswinde

Dieses Muster verfügt zusätzlich über eine Rettungswinde, die Notallrettung in Gelände mit spezieller topografische Charakteristik ermöglicht. Dazu gehört etwa die Gebirgsregion der Sächsischen Schweiz.

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EC 145

Die EC 145 eignet sich besonders für Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken, die weit voneinander entfernt sind. Mit ihrer großen Reichweite von rund 700 km sind auch Flüge über größere Distanzen kein Problem. Als fliegende Intensivstation ausgestattet, bietet sie ideale Bedingungen für den Transport von Risikopatienten.

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EC 135

Ob Transporte von Ärzteteams oder verunglückten Patienten: die kompakte EC 135 bringt ihre Insassen zuverlässig ans Ziel. Durch ihren ummantelten Heckrotor ist sie dabei besonders sicher und leise. Zudem stehen alle notwendigen medizintechnischen Geräte zur Verfügung, um Notfallpatienten umfassend zu versorgen.

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BK 117

Dieser Hubschrauber wird als „Allrounder“ eingesetzt. Mit viel Platz für Patienten wird er bei Notfalleinsätzen, beim Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken und bei Suchflügen eingesetzt. Wie die anderen Modelle verfügt auch die BK 117 über die neueste medizintechnische Ausstattung.

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Ehemalige Flotte

Bell 412

Der amerikanische Hubschraubertyp Bell 412 wurde primär für den Transport von medizinischen Teams und Intensivpatienten zwischen Kliniken eingesetzt. Er konnte Strecken von bis zu 700 km zurücklegen, ohne tanken zu müssen. An Bord wurden Patienten von einem Notfall- und Intensivmediziner und einem Rettungsassistenten betreut, die von modernstem medizinischen Equipment unterstützt wurden.

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BO 105

Die BO 105 wird als erster Zwei-Tonnen-Hubschrauber weltweit mit zwei Triebwerken in Großserie gebaut. Eine Besonderheit dieses Typs ist das gelenklose Rotorsystem, das eine hohe Manövrierfähigkeit und Steuerfolgsamkeit mit sich brachte. Die BO 105 gilt als wendig und unempfindlich gegen Seitenwind. Ihre Reichweite liegt bei ca. ca. 575 km.

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