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13.11.2017 | News-Bericht

12. Christoph 45-Tag in Friedrichshafen

Regelmäßige Fortbildungen sind ein wesentlicher Bestandteil, um die Qualität in der Notfallrettung und Patientenversorgung sehr hoch zu halten. Am vergangenen Samstag fand in Friedrichshafen der mittlerweile zwölfte Christoph 45-Tag der DRF Luftrettung statt, der sich wieder aktuellen notfallmedizinischen Themen gewidmet hat. Rund 200 Notärzte und Mitarbeiter von Rettungsorganisationen und Kliniken aus dem Umland, der Schweiz und Österreich nahmen an der Fortbildung teil.

Nach der Begrüßung durch den leitenden Notarzt der Friedrichshafener Luftrettungsstation Dr. Reinhard Stadler referierte Dr. Patrick Braun aus Innsbruck über die Einsatzmöglichkeiten der „Kapnographie“ im Rettungsdienst, einem medizinischem Verfahren, um den Gehalt an Kohlenstoffdioxid in der Ausatemluft eines Patienten zu messen und zu überwachen.

Anschließend widmete sich Dr. Marcus Rall aus Reutlingen folgendem Thema: „Zwischenfälle vermeiden: Wie sich Risiken einschleichen und was man als Team dagegen tun kann!“. Dabei lag der Fokus auf den Bereichen Kommunikation, Teamwork, Entscheidungsfindung und Ausnutzung aller verfügbaren Ressourcen.

„Moderne Methoden der präklinischen Blutstillung“, wie sie u. a. bei Bombenanschlägen zum Einsatz kommen – über dieses Thema berichtete Dr. Sven W. Hauschild aus Rostock. Er war als Arzt in Afghanistan tätig.

Den Abschluss des Christoph 45-Tages bildete der Vortrag von Michael Storz von der Feuerwehr München. Er war Einsatzleiter während des Amoklaufs in München im vergangenen Jahr. Im Rahmen seines Referats gab er Einblicke in die Organisation von Notfallsituationen, in denen Rettungskräfte oft unter Zeitdruck stehen. Denn gerade hier muss jeder Handgriff sitzen und das Zusammenspiel der beteiligten Einsatzkräfte funktionieren, um die bestmögliche Weiterversorgung der Patienten zu ermöglichen.

Hintergründe zur Fortbildung

An den Stationen der DRF Luftrettung finden regelmäßig medizinische Fortbildungsveranstaltungen - wie der „Christoph 45-Tag“ - statt. Ziel ist es, Fachwissen zu vermitteln und den Teilnehmern auf regionaler Ebene Möglichkeiten zum Austausch zu geben. Die Fortbildungen richten sich an das medizinische Personal der DRF Luftrettung an den jeweiligen Luftrettungsstationen sowie der regionalen Kliniken und Rettungsdienstorganisationen.

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