08.06.2018 | News-Bericht

2. gemeinsames Leitstellensymposium in Dortmund

  • Zum zweiten Mal veranstaltete die DRF Luftrettung in Dortmund, gemeinsam mit der ADAC Luftrettung, eine Fortbildung für Leitstellendisponenten.
    Zum zweiten Mal veranstaltete die DRF Luftrettung in Dortmund, gemeinsam mit der ADAC Luftrettung, eine Fortbildung für Leitstellendisponenten.
  • Verschiedene Rettungsmittel – darunter Christoph 8 und Christoph Dortmund – konnten begutachtet werden.
    Verschiedene Rettungsmittel – darunter Christoph 8 und Christoph Dortmund – konnten begutachtet werden.

Im Notfall muss es schnell gehen. Binnen Sekunden entscheiden Leitstellendisponenten, welches Rettungsmittel sie alarmieren. Doch wann und wie kann ein Rettungs- bzw. Intensivtransporthubschrauber eingesetzt werden? Zum zweiten Mal veranstaltete die DRF Luftrettung am Donnerstag, gemeinsam mit der ADAC Luftrettung, eine Fortbildung für Leitstellendisponenten am Dortmunder Flughafen, um Fragen rund um die Rettung aus der Luft zu klären und Erfahrungen auszutauschen.

Ziel der Veranstaltung ist es, durch Austausch und Transparenz das gegenseitige Verständnis zu fördern, um die Zusammenarbeit zwischen Leitstellen und Rettungsdienstorganisationen zukünftig weiter zu optimieren. Auf die Notwendigkeit einer schnellen, funktionierenden Zusammenarbeit im Notfall wiesen Dirk Aschenbrenner, Amtsleiter der Berufsfeuerwehr Dortmund, und Dr. Jörg Braun, Ärztlicher Leiter der DRF Luftrettung, in ihren Grußworten zu Beginn ausdrücklich hin und zeigten sich beeindruckt, dass rund 160 Teilnehmer – 100 mehr als im Vorjahr – der Einladung folgten. Zu den Gästen zählten unter anderem Leitstellendisponenten aus ganz NRW,  Vertreter des Ministeriums, von Krankenkassen, Feuerwehren, Bundeswehr und der Bundespolizei.

Zu Beginn referierte Bernd Schnäbelin, Leiter des Referats Rettungswesen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales über die Zukunft der Luftrettung in NRW. Aktuell werde an einem Bedarfsplan Luftrettung in Nordrhein-Westfalen gearbeitet. Hierzu sei momentan eine Datenerhebung  im Gange. Im Anschluss stand der Erfahrungsaustausch der Leitstellen mit den Rettungs- und Intensivtransporthubschraubern bundesweit im Fokus. Maren Bartels, 2. stv. Vorsitzende Fachverband Leitstellen e.V. und Geschäftsführerin Leitstelle Friesland-Wilhelmshaven, zeigte auf, wie die Zusammenarbeit mit den Leistellen in den einzelnen Bundesländern organisiert ist.

Wann, wo und unter welchen Bedingungen dürfen Hubschrauber in Deutschland landen? Das nach wie vor aktuelle Thema „Public Interest Sites (PIS)“, gerade in Bezug auf Kliniklandeplätze, war ebenfalls Gegenstand der Fortbildung.

Seit 2007 kommt bundesweit ein System zur Einsatzdisposition von Rettungshubschraubern zum Einsatz, das die DRF Luftrettung zusammen mit der Firma Convexis entwickelt hat. Rescue Track ermöglicht es, Hubschrauber in Echtzeit zu orten und damit noch schneller einzusetzen. Die technischen Möglichkeiten des Systems wurde den interessierten Anwesenden vorgeführt.

Zwischen Notrufeingang, -abfrage und Alarmierung des geeigneten Rettungsmittels vergehen nur wenige Augenblicke. Ein Vertreter der Integrierten Regionalleitstelle Wuppertal/Solingen erzählte, auf was innerhalb der rund 90 Sekunden geachtet werden muss. Fehler dürfen hier nicht passieren, sind aber menschlich. Was passiert z. B. bei einer fehlerhaften Disposition eines Rettungsmittels? Ein Rechtsanwalt gab einen Einblick in die Rechtslage von Behandlungsfehlern.

Für die Teilnehmer bot sich im Rahmen der Veranstaltung die Möglichkeit, verschiedene Rettungsmittel – darunter das größte Einsatzfahrzeug der Flughafenfeuerwehr (Panther), ein Intensivtransportmobil der Feuerwehr Stadt Dortmund, Christoph 8 und Christoph Dortmund – zu begutachten, ehe die beiden Hubschrauber zu Einsätzen alarmiert wurden.

Rückblickend war auch die zweite Veranstaltung ein großer Erfolg und die Resonanz durchweg positiv, was sich auch in den Teilnehmerzahlen wiederspiegelt, sodass eine Fortsetzung im kommenden Jahr bereits in Planung ist.

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