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29.03.2018 | News-Bericht

20 Jahre rot-weiße Luftrettung mit „Christoph 27“

  • (v.l.) Pilot Werner Iberler, Notärztin Dr. Beate Becher sowie Notfallsanitäter Markus Lederer freuen sich über das 20-jährige Jubiläum.
    (v.l.) Pilot Werner Iberler, Notärztin Dr. Beate Becher sowie Notfallsanitäter Markus Lederer freuen sich über das 20-jährige Jubiläum.

Ein Mann leidet unter starken Schmerzen in der Brust, ein kleines Mädchen wird bei einem Autounfall schwer verletzt – im Notfall zählt jede Minute! In maximal zwei Minuten ist die Besatzung des „Christoph 27“ in der Luft, um Menschen im Notfall schnelle medizinische Hilfe zu bringen. Am 1. April jährt sich die Übernahme der RTH-Station am Nürnberger Flughafen durch die DRF Luftrettung zum 20. Male. Zu rund 33.000 Einsätzen wurden die Piloten, Notärzte und Notfallsanitäter seitdem alarmiert.

Seit 1. April 1998 ist „Christoph 27“ in rot-weiß über den Dächern Nürnbergs im Einsatz – vorrangig für die schnelle Notfallrettung. Mehr als jeder Dritte von der DRF Luftrettung versorgte Notfallpatient muss anschließend im Hubschrauber auch in eine geeignete Spezialklinik geflogen werden. „Unsere seit Jahren sehr hohen Einsatzzahlen unterstreichen die Bedeutung von ‚Christoph 27‘ für die notfallmedizinische Versorgung der Region“, unterstreicht einer, der es wissen muss: Der langjährige Pilot Werner Iberler. In diesen Tagen absolvierte der erfahrene Pilot seine 8.000te Flugstunde am Steuer eines Rettungshubschraubers. Wenn man bedenkt, dass manchmal wenige Flugminuten bereits ein Leben retten können, weil der Notarzt durch den Piloten schnellstmöglich zum Patienten gebracht werden kann, wird die Bedeutung dieser Zahl erst bewusst. „Heute leisten wir jedes Jahr im Durchschnitt über 1.500 Einsätze“, so Iberler. Damit zählt die Station zu den einsatzstärksten der bundesweit 29 Luftrettungsstationen der DRF Luftrettung. Lebensgefährliche Erkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt gehören dabei zu den häufigsten Alarmierungsgründen von „Christoph 27“. In den Sommermonaten werden die Luftretter auch häufig zu verunglückten Motorradfahrern und Freizeitsportlern alarmiert.

Der Nürnberger Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung verfügt über eine fest installierte Rettungswinde mit 90 Meter Seillänge. Damit erreicht die Besatzung auch Verletzte in schwierig zugänglichen Gegenden wie den Klettergärten der Fränkischen Schweiz oder der Fränkischen Seenplatte. Der Einsatz kann dabei wertvolle Zeit sparen und dadurch Leben retten. In diesem Zusammenhang ist die enge Zusammenarbeit mit der BRK Bergwacht und der Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr Nürnberg herauszuheben, sowie die sehr gute Kooperation mit den Kliniken Nürnberg, Erlangen, Fürth und Neumarkt, die die Notärzte stellen. Ob Pilot, Notarzt oder Notfallsanitäter – jedes einzelne, erfahrene Besatzungsmitglied trägt mit seinem Engagement dazu bei, die schnelle medizinische Versorgung der Bevölkerung aus der Luft sicherzustellen.

Hintergründe zur Station Nürnberg (RTH)

„Christoph 27“ ist täglich von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit. Notfallorte im Umkreis von 60 Kilometern erreicht der rot-weiße Hubschrauber vom Typ EC 135 innerhalb von maximal 15 Flugminuten. „Christoph 27“ wird in den Leitstellengebieten Nürnberg, Ansbach, Bamberg, Bayreuth, Amberg, Regensburg und Schwabach angefordert.

Neben „Christoph 27“ hat die DRF Luftrettung mit dem Intensivtransporthubschrauber „Christoph Nürnberg“ einen zweiten Hubschrauber am Flughafen stationiert, der täglich rund um die Uhr für den schnellen und schonenden Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken bereit steht – vorrangig in Bayern, aber auch bundesweit.

Die Station zum Beitrag:

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Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

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Mehr zur Station:

Erst wird der Verletzte in einen sogennanten Bergesack gepackt, dann an der Winde zum Hubschrauber hochgezogen. Symbolbild.
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