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16.05.2018 | News-Bericht

200 Gäste beim Christoph 51-Tag der DRF Luftrettung in Stuttgart

  • Dr. Gregor Lichy (leitender Arzt der Station Stuttgart), Prof. Dr. Erik Popp (Universitätsklinik Heidelberg), Dr. Björn Hossfeld (Bundeswehrkrankenhaus Ulm), Simon Lehrich (Stationsleiter Christoph 11, Villingen-Schwenningen), Jürgen Henker (leitender HEMS-TC/Notfallsanitäter der Station Stuttgart)
    Dr. Gregor Lichy (leitender Arzt der Station Stuttgart), Prof. Dr. Erik Popp (Universitätsklinik Heidelberg), Dr. Björn Hossfeld (Bundeswehrkrankenhaus Ulm), Simon Lehrich (Stationsleiter Christoph 11, Villingen-Schwenningen), Jürgen Henker (leitender HEMS-TC/Notfallsanitäter der Station Stuttgart)
  • Mit 200 interessierten Besuchern war der Christoph 51 Tag gut besucht.
    Mit 200 interessierten Besuchern war der Christoph 51 Tag gut besucht.

Der Hangar ist voll, wenn die Stuttgarter Luftretter zum regelmäßig stattfindenden Christophtag einladen wie auch in diesem Jahr am 11. Mai. Tatkräftig unterstützt wurden sie von den Kollegen der benachbarten Station Leonberg (Christoph 41), die im nächsten Jahr den Christophtag an ihrer Station ausrichten werden.

Mehr als 200 Gäste aus dem Rettungsdienst und den umliegenden Kliniken hörten gespannt den Vorträgen zu aktuellen medizinischen und fliegerischen Themen zu. Professor Dr. Erik Popp, Leiter der Sektion Notfallmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg, stellte Wiederbelebungstechniken vor, die die Überlebenschancen von Traumapatienten erhöhen. Bei Traumapatienten handelt es sich um Menschen, die schwere Verletzungen erlitten haben. Die schnelle Hilfe aus der Luft ist unerlässlich und ebenso der schonende Transport mit dem Hubschrauber zur bestgeeigneten Klinik. Die Hubschrauber der DRF Luftrettung sind komplett für die intensivmedizinische Versorgung ausgestattet und werden häufig für  solchen Einsätze alarmiert.

Menschenleben retten und die Notfallversorgung in Deutschland ständig weiter zu entwickeln ist Herzensanliegen der DRF Luftrettung. Daher engagiert sie sich auch in der Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich und unterstützt mit ihrem wissenschaftlich-medizinischen Arbeitskreis die Verbesserung der Qualität in der Notfallversorgung.

„Nicht aufgeben, ist das A und O in der Notfallrettung“, erklärte Professor Erik Popp als er die Techniken zur Wiederbelebung vorstellte. Dabei geht es vor allem darum, Herzschlag und Atmung aufrecht zu erhalten sowie Blutungen zu stillen. Die ausreichende Blutversorgung von Herz und Gehirn kann in besonders komplizierten Situationen mittels der „REBOA“-Technik hergestellt werden. Über einen Ballonkatheter, der über die Leiste eingeführt wird, wird bei dieser Notfallversorgung der Blutfluss im unteren Bereich der Hauptschlagader gedrosselt, so dass der Blutfluss zu Herz und Gehirn aufrechterhalten werden kann und damit die lebenswichtigen Funktionen des Körpers. Dies verschafft dem Notarzt und dem Notfallsanitäter Zeit, weitere Maßnahmen einzuleiten.

Simon Lehrich, Pilot der DRF Luftrettung und Stationsleiter in Villingen-Schwenningen, erklärte im zweiten Vortrag, wie die Piloten und die Crew mit den besonderen Herausforderungen bei nächtlichen Einsätzen umgehen und welche zusätzliche technische Unterstützung sie haben. Hierzu zählen insbesondere Nachtsichtbrillen. Ein Notfall kennt keine Tageszeit und so fliegt die DRF Luftrettung in Villingen-Schwenningen seit Oktober letzten Jahres wie an acht weiteren Stationen in Deutschland 24-Stunden-Einsätze und hat insgesamt die größte Erfahrung in nächtlichen Luftrettungseinsätzen in Europa.

Der dritte Vortrag wurde von Dr. Björn Hossfeld vom Bundeswehrkrankenhaus Ulm gehalten. Er stellte das Thema "Einsatz bei Terrorlagen" vor und unterstrich, wie bedeutend vor allem die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzkräfte ist.

Abgerundet wurde der Tag mit einem gemütlichen Beisammensein und interessierte Besucher konnten einen Hubschrauber des Typs EC 145 besichtigen, der seit 2017 an der Station Stuttgart eingesetzt wird.

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