10.12.2019 | News-Bericht

34-Jährige durch Verkehrsunfall lebensbedrohlich verletzt

  • Der Intensivtransporthubschrauber Christoph Berlin steht bei Nacht auf einer Wiese neben einer Unfallstelle.
    Bei Einsätzen in der Nacht kommen in den Hubschraubern der DRF Luftrettung hochmoderne Nachtsichtbrillen zum Einsatz, die Flüge in Dunkelheit noch sicherer machen.

Es ist früher Morgen in der Bundeshauptstadt, die Dämmerung hat noch nicht eingesetzt, doch auf der Station der DRF Luftrettung ist die Besatzung hellwach, als die Alarmierung um kurz vor fünf eingeht: Die Regionalleitstelle NordOst beordert den 24 Stunden dienstbereiten Intensivtransporthubschrauber Christoph Berlin zur B 158. Nahe Seefeld, einem Ortsteil der Stadt Werneuchen, hat sich soeben ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein Pkw ist frontal gegen einen Baum geprallt. Es gibt zwei schwerverletzte Insassen, einen Mann und eine Frau.

Umgehend starten die Piloten Thorsten Hübner und Thomas Reimer, Hubschraubernotarzt Dr. Markus Gondert sowie Notfallsanitäter Stefan Nusser in ihrer rot-weißen Einsatzmaschine. Nur zehn Minuten später hat die Crew schon den Unglücksort erreicht. Aus der Luft ist das von der Straße abgekommene Fahrzeugwrack zu sehen, das bei der heftigen Kollision in zwei Hälften geteilt worden ist. Ein bodengebundener Notarzt und Rettungsdienst sowie die Feuerwehr sind ebenfalls eingetroffen. Für die Landung von Christoph Berlin leuchten die Wehrkräfte eine Wiese unmittelbar neben der Unfallstelle aus. Nachdem die H 145 abgestellt worden ist, eilen Dr. Markus Gondert und Stefan Nusser zu den Patienten.

Einer der beiden Fahrzeuginsassen hatte sich nach dem Zusammenstoß selbst aus dem Wagen begeben können, sein Zustand ist stabil. Seine Beifahrerin jedoch hat mehrere lebensbedrohliche Verletzungen – ein „Polytrauma“ – erlitten. Kurz vor dem Eintreffen des Berliner Rettungshubschraubers war sie noch im Wrack eingeklemmt, musste durch die Feuerwehr befreit werden. Nun befindet sie sich im Rettungswagen, als Dr. Gondert und Stefan Nusser zu ihr stoßen.

Die 34-Jährige erhält eine Infusion und muss intubiert werden. Das medizinische Team von Christoph Berlin arbeitet eng mit dem bodengebundenen Notarzt zusammen, um die Schwerverletzte zu versorgen. Nachdem die Frau stabilisiert worden ist, wird sie in den Hubschrauber geladen und von der Crew der DRF Luftrettung ins Unfallkrankenhaus nach Berlin-Marzahn geflogen. Dort übergibt Dr. Markus Gondert die Patientin an die weiterbehandelnden Ärzte.

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