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09.03.2018 | News-Bericht

35-Jähriger erleidet Hochrasanztrauma

  • Schwerer Unfall auf der A20. Die Besatzung von Christoph 47 ist innerhalb kürzester Zeit vor Ort, um den schwerverletzen Fahrer in eine Klinik zu fliegen. Symbolbild.
    Schwerer Unfall auf der A20. Die Besatzung von Christoph 47 ist innerhalb kürzester Zeit vor Ort, um den schwerverletzen Fahrer in eine Klinik zu fliegen. Symbolbild.

Ein sonniger, aber klirrend kalter Nachmittag Ende Februar. Die Integrierte Leitstelle Vorpommern-Greifswald alarmiert die Crew von Christoph 47: Ein 35-jähriger Pkw-Fahrer ist auf der A20 bei Daberkow auf einen Lkw aufgefahren und hat sich daraufhin mehrfach mit seinem Wagen überschlagen. Dabei hat der Autofahrer unter anderem schwere Kopfverletzungen erlitten. Zwar werden die Besatzungsmitglieder eines Intensivtransportwagens zufällig Zeugen des Unfalls, können somit dem Verunglückten sofort zur Hilfe schreiten. Doch muss der Mann schnellstmöglich zur maximalen medizinischen Versorgung in das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg transportiert werden. Hierfür wird nun das Team von Christoph 47 angefordert. Das besteht an jenem Tag aus Pilot Bernd Rosenberger, Hubschraubernotarzt Torsten Eck und Notfallsanitäter Enrico Wagner. Gemeinsam starten sie in ihrer rot-weißen BK 117 von der Luftrettungsstation Greifswald und machen sich auf den Weg zur Einsatzstelle.

Dort angekommen, ist mittlerweile auch die Besatzung eines Rettungswagens vor Ort, die sich gemeinsam mit den Kräften des Intensivtransportwagens um den 35-Jährigen kümmert. Rosenberger landet die Maschine umgehend auf der A20, und Torsten Eck und Enrico Wagner eilen zu dem Schwerverletzten. Sogleich erkennt das medizinische Team von Christoph 47, in welch kritischem Zustand sich der Pkw-Fahrer befindet: „Er hatte sich ein Hochrasanztrauma zugezogen. Davon spricht man, wenn der Patient mit einer Geschwindigkeit von über 30 Stundenkilometern auf einen Gegenstand aufprallt – in diesem Fall auf den Lkw“, erklärt Bernd Rosenberger. Aufgrund des harten Aufschlags sei dann von mehreren potentiell lebensbedrohlichen Verletzungen auszugehen. „Welche das genau sind, klären letztlich die bildgebenden Verfahren im Krankenhaus.“ Bei dem Verunglückten stellten Eck und Wagner aber schon am Unglücksort schwere Kopfverletzungen fest.

Da auch eine Schädigung des Rückens bei dem Mann nicht ausgeschlossen werden konnten, wurde die komplette Wirbelsäule des Patienten ruhiggestellt. Dies ermöglichten der Hubschraubernotarzt und der Notfallsanitäter von Christoph 47mittels einer Halskrause und einer formbaren, mit kleinen Kunststoffkügelchen gefüllten, Vakuummatratze. Nachdem das Unfallopfer transportfähig gemacht wurde, lud die Crew den Verunglückten in die Maschine ein. Kurz darauf startete Rosenberger die BK 117 der DRF Luftrettung erneut, und Christoph 47 erreichte nach nur zehn Minuten das Klinikum in Neubrandenburg, wo der Mann weiterversorgt wurde. Mit dem Einsatzablauf zeigt sich Bernd Rosenberger rückblickend sehr zufrieden, die Rettungskette habe perfekt funktioniert: „Im Anschluss an die schnell erfolgte Erstversorgung durch das Team des Intensivtransportwagens aus Neubrandenburg hatten wir eine optimale Übergabe.“

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