07.08.2019 | News-Bericht

64-Jähriger verliert sein Gedächtnis nach Radsturz

  • Der Pilot von Christoph Dortmund landet im Auffahrtsbereich einer Seniorenresidenz.
    Der Pilot von Christoph Dortmund landet im Auffahrtsbereich einer Seniorenresidenz.

Am vergangenem Freitagmittag ist ein 64-Jähriger mit seinem „E-Bike“ in Schalksmühle unterwegs, als er plötzlich in bergigem, bewaldetem Gelände stürzt und sich schwer verletzt. Die zuständige Leitstelle schickt sofort diverse Rettungskräfte zu dem Verunglückten, unter anderem das Team von Christoph Dortmund. An diesem Tag stehen Pilot Ulrich Weigang, Notarzt Dr. Uwe Reder sowie Notfallsanitäter Björn Orschel auf der Dortmunder Station der DRF Luftrettung bereit und machen sich nach der eingegangenen Alarmierung eiligst auf den Weg in die sauerländische Gemeinde.

Nachdem die Besatzung nach nur acht Minuten Schalksmühle erreicht hat, muss Ulrich Weigang zunächst einen geeigneten Landeplatz finden, da hohe Bäume und steiler Untergrund das Aufsetzen an der Unfallstelle unmöglich machen. Doch eine angrenzende Seniorenresidenz bietet rasch die Lösung, und der Pilot von Christoph Dortmund landet die Maschine der DRF Luftrettung routiniert im Auffahrtsbereich der Anlage. Nach dem Aussteigen eilen Uwe Reder und Björn Orschel umgehend zu dem gestürzten Pedelec-Fahrer, um den sich bereits ein zuvor eingetroffener bodengebundener Notarzt und eine Rettungswagenbesatzung kümmern. „Er wurde an einem Zaun sitzend, desorientiert und blutend vorgefunden“, schildert Weigang den kritischen Zustand des 64-Jährigen. Die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis berichtet später, der Mann habe zwar nach bisherigen Erkenntnissen einen Helm getragen, sei jedoch so unglücklich gefallen, dass er sich lebensbedrohliche Verletzungen im Gesicht zugezogen habe.

Tatsächlich geht es dem Radfahrer alles andere als gut, als der Hubschraubernotarzt ihn untersucht. Ein schweres Schädelhirntrauma und eine größere, stark blutende und aufklaffende Weichteilverletzung im Bereich der rechten Gesichtshälfte wird vorläufig festgestellt. Zudem hat der „E-Bike“-Fahrer eine „retrograde Amnesie“ erlitten, kann sich nicht mehr an Geschehnisse vor seinem verhängnisvollen Sturz erinnern.

Gemeinsam mit den bodengebundenen Kollegen versorgen, beruhigen und stabilisieren der Notarzt und der Notfallsanitäter der DRF Luftrettung den Verunglückten. Zur optimalen Weiterbehandlung muss der Mann schnellstmöglich und schonend in das Knappschaftsklinikum Bochum-Langendreer transportiert werden. Daher wird er behutsam in den Hubschrauber eingeladen und innerhalb von nur wenigen Minuten in die Spezialklinik geflogen.

Und nur kurz, nachdem Weigang, Reder und Orschel den Schwerverletzten an die dortigen Ärzte übergeben haben und sich wieder auf den Rückweg zur Station begeben, werden sie erneut angefordert: Dieses Mal wird der Dortmunder Rettungshubschrauber für einen Verlegungsflug von Vehlen nach Münster gebraucht.

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