25.01.2019 | News-Bericht

68-Jähriger bricht mit Herz-Kreislauf-Stillstand zusammen

  • Rund um die Uhr einsatzbereit: Christoph Regensburg der DRF Luftrettung.
    Rund um die Uhr einsatzbereit: Christoph Regensburg der DRF Luftrettung.

Er wollte im noch jungen neuen Jahr nur einen Spaziergang mit seiner Familie unternehmen. Doch der morgendliche Ausflug nahm für einen Regensburger Anfang Januar einen tragischen Ausgang: Auf einem Wanderweg am beschaulichen Donauufer erlitt der 68-jährige Mann plötzlich einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Umgehend leiteten die Angehörigen des Kollabierten sowie vorbeigekommene Jogger Reanimationsversuche ein. Zudem wurde sofort ein Notruf abgesetzt. Die Leitstelle entsandte daraufhin mehrere Rettungsmittel zum Einsatzort. Darunter auch Christoph Regensburg. „Wir wurden als schnellstmöglicher Notarztzubringer benötigt“, erklärt Georg Fuhrmann.

So flog der Pilot an jenem Donnerstagmorgen mit Hubschraubernotärztin Dr. Antje Karle und Notfallsanitäter Robert Weißflog sofort los. Die Crew der DRF Luftrettung erreichte den Einsatzort nach nur vier Minuten. Pilot Fuhrmann landete die rot-weiße Maschine auf einem Feld direkt am Flussufer. Antje Karle und Robert Weißflog begaben sich eilig zu dem Patienten und begannen mit seiner medizinischen Versorgung. Die Wiederbelebungsmaßnahmen erfolgten nun durch die mechanische Reanimationshilfe der DRF Luftrettung, die dem 68-Jährigen rasch angelegt wurde. Dieses Gerät übernimmt die Herzdruckmassage und ermöglicht eine unterbrechungsfreie Reanimation. Unmittelbar nach Christoph Regensburg traf auch eine Rettungswagenbesatzung ein, die die Notärztin und den Notfallsanitäter unterstützte.

Zusätzlich kam ein mobiles zweiköpfiges „ECMO“-Team der Uniklinik hinzu, welches parallel von der Leitstelle alarmiert wurde. Die sogenannte „ECMO“-Therapie (extrakorporale Membranoxygenierung) erfolgt durch eine transportable Herz-Lungen-Maschine zur Aufrechterhaltung der Sauerstoffversorgung der Organe. Sie übernimmt, beziehungsweise unterstützt dabei das Herz-Kreislauf-System. „Das Spezialistenteam bestand aus einem Anästhesisten und einem Kardiotechniker, die mit dem Umgang mit der Maschine vertraut sind“, erläutert Fuhrmann. Diese wurde in einem speziellen Reanimationseinsatzfahrzeug (ECMO-Mobil) der Uniklinik zur Einsatzstelle transportiert. „Die ECMO-Therapie erhöht durch die Herz-Kreislauf-Unterstützung, abhängig von der Ausgangssituation, die Überlebenschancen des Patienten“, betont der Pilot der DRF Luftrettung.

Karle, Weißflog und die bodengebundenen Kollegen versorgten und stabilisierten den Mann schnell. Dann wurde der erkrankte Regensburger mit dem Rettungswagen zum nahegelegenen Uniklinikum gebracht. Dort erfolgte schließlich die weitere Behandlung des Patienten.

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