11.06.2019 | News-Bericht

78-Jähriger bricht bewusstlos zusammen

  • Steht Tag und Nacht für den Notfall bereit: Christoph 11 aus Villingen-Schwenningen. Symbolbild.
    Steht Tag und Nacht für den Notfall bereit: Christoph 11 aus Villingen-Schwenningen. Symbolbild.

Das Schwarzwald-Städtchen Triberg ist Ziel vieler Besucher. Inmitten einer wildromantischen Landschaft gibt es Deutschlands höchste Wasserfälle zu bestaunen. 163 Meter stürzt dort die Gutach hinab. Auch die weltgrößte Kuckucksuhr zieht viele Menschen an. In diesem Ort erleidet ein 78-Jähriger plötzlich einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Der Tourist, der mit einer Busreisegruppe aus Kehl ankam, bricht bewusstlos zusammen.

Die Rettungsleitstelle Schwarzwald-Baar alarmiert die Station der DRF Luftrettung in Villingen-Schwenningen. Christoph 11 – an diesem Tag bilden Pilot Roy Fleischer, Hubschraubernotarzt Dr. Alexander Busam und Notfallsanitäter Benjamin Lehmann die Besatzung – legt die 22 Kilometer zur Einsatzstelle zügig zurück.

Fleischer landet die rot-weiße Maschine auf einem Parkplatz direkt neben dem Bus der Reisegruppe. Busam und Lehmann laufen zur Einsatzstelle und unterstützen die bereits eingetroffenen bodengebundenen Rettungskräfte. „Der Patient wurde sofort nach seinem Zusammenbruch durch Laien reanimiert. Nach etwa zehn Minuten war wieder ein Kreislauf vorhanden“, berichtet Roy Fleischer.

Das medizinische Team vermutet schwere Herzrhythmusstörungen bei dem Senior, da sein Herz weiterhin nur sehr langsam schlägt. Eine schnelle Weiterbehandlung in einem geeigneten Krankenhaus ist erforderlich. Der Patient wird transportfähig gemacht und in Christoph 11 eingeladen. Pilot Fleischer bringt die rot-weiße Maschine wieder in die Luft. Während des Flugs überwacht das medizinische Team den Zustand des Mannes mit dem Monitoring-System des Hubschraubers. Das ist ein Kombi-Gerät, in dem auch ein Defibrillator integriert ist. Dieser wird in solchen Situationen als externer Herzschrittmacher genutzt. Fleischer erläutert: „Dabei werden dem Patienten zwei große EKG-Elektroden auf den Brustkorb geklebt. Der Apparat gibt dann in regelmäßigen Abständen einen Stromstoß ab. Das wird – wie in unserem Fall – gemacht, um einen ausreichenden Kreislauf zu gewährleisten, wenn die Herzfrequenz des Patienten zu niedrig ist.“

Nach kurzer Flugzeit erreicht der Hubschrauber der DRF Luftrettung das Schwarzwald-Baar Klinikum in Villingen-Schwenningen. Dort übergibt Dr. Alexander Busam gemeinsam mit Benjamin Lehmann den 78-Jährigen schließlich an die weiterbehandelnden Ärzte.

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