07.07.2014 | News-Bericht

800. Einsatz in diesem Jahr für Christoph 11

Am 2. Juli wurde Christoph 11, der in Villingen-Schwenningen stationierte Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung, zu seinem 800sten Einsatz in diesem Jahr alarmiert. Ein Jugendlicher war in der Nähe von Oberndorf mit seinem Motorroller auf einem Feldweg unterwegs. In einer schlecht einsehbaren Kurve stieß er mit hoher Geschwindigkeit mit einem Auto zusammen und zog sich schwerste Verletzungen der Beine und der Hüfte zu. Der Fahrer des PKW alarmierte unverzüglich den Rettungsdienst, ein bodengebundener Notarzt war schnell zur Stelle. Schon der erste Blick auf den Patienten zeigte ihm, dass ein schneller und schonender Transport in eine auf Chirurgie spezialisierte Klinik geboten war. Über die Leitstelle alarmierte er Christoph 11 nach, da der Transport in das Klinikum Villingen-Schwenningen im Rettungswagen fast eine Stunde gedauert hätte. Pilot Frank Jaenke, Hubschraubernotarzt Dr. Max Simon und Rettungsassistent Michael Werner, erlebten eine Überraschung, als sie nach kurzem Flug am Einsatzort ankamen: Der bodengebundene Notarzt war ein ehemaliger Kollege, der viele Jahre auf Christoph 11 tätig gewesen war. Die medizinische Crew des Hubschraubers übernahm den Patienten und bereitete ihn für den Flug vor. Auf ein Spineboard gebettet wurde er zum Hubschrauber gebracht. Zur Versorgung der Beckenverletzung erhielt er eine Beckenschlinge, zudem wurde er intubiert und beatmet. Nur 23 Minuten nach der Landung war die Besatzung mit ihrem jungen Patienten auf dem Weg nach Villingen-Schwennigen. Für Frank Jaenke unterstreicht der Einsatz, wie wichtig Christoph 11 für die Region ist: „Der Hubschrauber ist das Rettungsmittel schlechthin in einer Region wie dem Scharzwald-Baar-Kreis. Studien zeigen immer wieder, dass Patienten eine deutliche bessere Prognose haben, wenn sie innerhalb der „golden hour“, der ersten Stunde nach dem Ereignis, optimal behandelt werden. In ländlichen Gebieten ist das oft nur mithilfe der Luftrettung zu schaffen. Gestern konnten wir den Patienten tatsächlich schon eine knappe Stunde nach seinem Unfall den Ärzten des Klinikums Villingen-Schwenningen übergeben. Unser Dank geht dabei auch an die Kollegen des bodengebundenen Rettungsdienstes. Dieser Einsatz ist ein Paradebeispiel für die effektive Zusammenarbeit zwischen bodengebundenem Rettungsdienst und der Luftrettung.“

 

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