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16.01.2018 | News-Bericht

93-Jährige bewusstlos aufgefunden

  • Die Besatzung von Christoph 27 war schnell zur Stelle, um eine ältere Frau zu versorgen, die von ihrer Schwester bewusstlos aufgefunden worden war. Symbolbild.
    Die Besatzung von Christoph 27 war schnell zur Stelle, um eine ältere Frau zu versorgen, die von ihrer Schwester bewusstlos aufgefunden worden war. Symbolbild.

Die Weihnachtsfeiertage sind gerade vorbei, als mittags auf der Nürnberger Station der DRF Luftrettung die Pieper schrillen: Einsatz im mittelfränkischen Markt Heroldsberg (Landkreis Erlangen-Höchstadt). Als eine Einwohnerin dort ihre 93-jährige Schwester in deren Haus besuchen will, sieht sie diese durchs Fenster regungslos auf dem Boden des Schlafzimmers liegen. Besorgt setzt die Angehörige der Hausbewohnerin einen Notruf ab. Da unklar ist, in welchem Zustand die möglicherweise bewusstlose Frau ist, fordert die Leitstelle nicht nur die Feuerwehr und den Rettungsdienst an, sondern auch Christoph 27.  

Sofort fliegen Pilot Tilman Blaich, Hubschraubernotarzt Dr. Harald Strauss und Rettungsassistent Dominic Fischer in der rot-weißen EC 135 der DRF Luftrettung zur nahegelegenen Gemeinde im Norden Nürnbergs. Die Feuerwehr hat dort mittlerweile die Tür der 93-Jährigen eingeschlagen, um sich und dem bodengebundenen Rettungsdienst Zutritt zu verschaffen. Als auch die Crew von Christoph 27 wenig später das Haus der alten Dame erreicht, entscheidet Tilman Blaich, die Maschine im Garten vor dem Grundstück aufzusetzen. Der ist zwar relativ groß, allerdings mit vielen Obstbäumen bepflanzt. Deshalb müssen alle Besatzungsmitglieder bei der Landung aus den Fenstern sehen. „Aber es hat alles einwandfrei gepasst und gut funktioniert“, erinnert sich Blaich. Kaum ist die EC 135 abgesetzt, springen Dr. Strauss und Dominic Fischer auch schon heraus und eilen zu der Patientin.  

„Diese hatten die Einsatzkräfte neben ihrem Bett bewusstlos angetroffen. Als wir kamen, war sie inzwischen wieder ansprechbar, aber sehr verwirrt“, schildert der Pilot. „Ihr Kreislauf war zusammengebrochen, sie hatte einen sehr hohen Blutdruck. Zum Glück war ihr Zustand aber nicht lebensbedrohlich. Sie wurde von den Kollegen versorgt und stabilisiert. Nach der Medikamentenvergabe entschieden wir dann, dass es für sie das Beste war, sie bodengebunden ins Krankenhaus Martha-Maria nach Nürnberg zu transportieren. Wir waren so wieder frei für einen möglichen nächsten Einsatz. Kurz darauf flogen wir zur Station zurück.“ 

Auch wenn sich zum Glück herausgestellt habe, dass die Patientin ohne Notarztbegleitung ins Krankenhaus gebracht werden konnte, sei das schnelle Kommen der Luftretter dennoch höchst wichtig gewesen, verdeutlicht Tilman Blaich. „Wenn eine Person bewusstlos zusammengebrochen ist, ist das immer ein dringender Notfall“, so der Stationsleiter von Christoph 27. „Im Fall der 93-Jährigen war ja zum Beispiel überhaupt nicht klar, wie genau dieser Notfall aussieht, was sie für Hilfe benötigt. Und ob sie womöglich sogar reanimiert werden muss.“ 

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