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09.05.2018 | News-Bericht

Akademischer Christophtag bei der Station der DRF Luftrettung in Greifswald

  • Der neue Christoph 47 im Landeanflug.
    Der neue Christoph 47 im Landeanflug.
  • Die Crew von Christoph 47 Greifswald.
    Die Crew von Christoph 47 Greifswald.

Direkt an der Universitätsmedizin gelegen, führten die Greifswalder Luftretter ihren bereits dritten Christoph 47-Tag am 5. Mai in akademischer Hörsaal-Atmosphäre durch. Etwa 60 Gäste von den Leitstellen und Rettungsdiensten der umliegenden Landkreise kamen zusammen, um sich über aktuelle und herausfordernde Themen für die Rettungsdienste auszutauschen. Die vier Vorträge behandelten das übergreifende Thema Großschadenslagen und die Frage, wie Rettungsdienste Terror oder einem Massenanfall von Verletzten (MANV) begegnen können. Besondere Ansprüche gibt es hierbei an die landkreisübergreifende Organisation und Koordination und im Hinblick auf die Luftrettung an die Flugsicherheit.

Das Zugunglück von Bad Aibling im Jahr 2016 hatte gezeigt, wie entscheidend die Zusammenarbeit und Koordination auch für die Luftretter war. 18 Helikopter waren im Einsatz und mussten koordiniert werden. Der erste Pilot, der eintraf, hatte die entscheidende Aufgabe, nicht nur für seinen Helikopter einen sicheren Landeplatz ausfindig zu machen, sondern auch dafür zu sorgen, dass alle nachfolgenden Helikopter sicher eingewiesen werden. Dabei war eine eigene Bord-zu-Bord-Funkverbindung sehr hilfreich, wie Thomas Vogl und Christof Vornberger von der Integrierten Leitstelle Rosenheim berichteten.

Die DRF Luftrettung veranstaltet an ihren Stationen regelmäßig Christophtage, um den fachlichen und kollegialen Austausch der Leitstellen und Rettungsdienste vor Ort zu fördern. Dabei geht es auch um die Frage, wie die Luftretter gezielt eingesetzt werden können. So gilt insbesondere bei einer großen Anzahl von Verletzten der Rettungshubschrauber als wichtiger Bestandteil in der Rettungskette. Denn besonders in ländlichen Gegenden stößt die Versorgung von Notfallpatienten schnell an ihre Grenzen. Die Patienten müssen dann auf schnellstem Wege in weit entferntere Krankenhäuser transportiert werden.

Wie ein solcher Transport aussieht, stellte Bernd Rosenberger, Pilot der DRF Luftrettung, anhand des hochmodernen Helikopters EC 145 vor. Dieser wurde erst im April 2018 in Greifswald in den Dienst genommen und bietet mehr Platz für die Patientenversorgung und verbesserte Arbeitsbedingungen für die medizinische Besatzung an Bord.

„Der Christophtag 47 war ein wichtiger Tag, um den Austausch und das gegenseitige Verständnis der beteiligten Einsatzkräfte, die im Schadensfall zusammenarbeiten, zu fördern. Es war auch für mich wieder sehr lehrreich und interessant, mich mit den Kollegen in entspannter Atmosphäre austauschen zu können“, fasst Bernd Rosenberger zusammen.

Die Station zum Beitrag:

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