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11.07.2017 | News-Bericht

Als erstes Rettungsmittel auf dem „Berliner Ring"

  • Glück im Unglück: Keines der sechs Unfallopfer wurde schwer verletzt.
    Glück im Unglück: Keines der sechs Unfallopfer wurde schwer verletzt.

Über Baustellen auf der Autobahn ärgern sich viele Verkehrsteilnehmer, hindern sie doch häufig am zügigen Fortkommen und können Grund für lange Staus sein. Auf der anderen Seite sind sie für den Unterhalt der Fernstraßen oder Erweiterungsarbeiten unabdingbar. Eine solche Baustelle war im Juli auf der A10, dem „Berliner Ring" eingerichtet. Dort machten die Arbeiten eine Reduzierung der Fahrbahnbreite von drei Spuren auf nur einen Fahrstreifen erforderlich.

Um die Mittagszeit schrillten plötzlich die Alarmmelder der Bad Saarower Besatzung der DRF Luftrettung: „Verkehrsunfall. Auffahrunfall mit drei Kfz." Innerhalb von nur zwei Minuten nach dieser Alarmierung waren Pilot Holger Wolff, Notärztin Dr. Jasmin Steuer und Rettungsassistent Ronald Müller mit dem rot-weißen Christoph 49 in der Luft und auf dem Weg zum Unglücksort. Der befand sich genau in jenem Baustellenbereich auf dem „Berliner Ring".

„Beim Anflug auf die Unfallstelle stellten wir fest, dass noch keinerlei bodengebundene Rettungskräfte und auch noch keine Polizei vor Ort waren", erinnert sich Holger Wolff. „Wir kamen aufgrund unserer Schnelligkeit als erstes Rettungsmittel an. Eine Aufgabe von Christoph 49 besteht ja genau darin, den Hubschraubernotarzt schnellstmöglich zu Menschen zu bringen, die medizinische Hilfe benötigen." Da noch keine anderen Helfer eingetroffen waren, war der Unfallort nicht ausreichend abgesperrt, der Verkehrsstrom noch nicht gestoppt. Uneinsichtige Autofahrer, berichtet Pilot Wolff, hätten sich, verbotenerweise, sogar durch die mit Barken abgetrennte Baustelle ihren Weg an der Unfallstelle vorbei gebahnt. „Durch die Baustelle war jedoch die Trassenführung in diesem Bereich der Autobahn geändert und ein angrenzender Parkplatz deswegen komplett abgesperrt, der für die Dauer der Bauarbeiten nicht befahren werden konnte. Wir entschlossen uns, auf diesem stillgelegten Parkplatz in unmittelbarer Nähe zum Unfallgeschehen zu landen, was dort aufgrund der Sperrung sicher möglich war."

Gleich nach dem Aufsetzen liefen Dr. Jasmin Steier und Ronald Müller zu den insgesamt sechs verunglückten Personen im Alter von 25 bis 50 Jahren. Sie stellten rasch fest, dass sich glücklicherweise keiner der Patienten schwer verletzt hatte. Nach eingehender Untersuchung durch die Hubschraubernotärztin konnten sie mit drei nach dem Hubschrauber aus Bad Saarow eingetroffenen Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Zufrieden, dass es den sechs Patienten den Umständen entsprechend gut ging, trat die Crew der DRF Luftrettung den Rückweg zu ihrer Station an.

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