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08.06.2018 | News-Bericht

Anzünden des Grills löst Verpuffung aus

  • Vorsicht beim Grillen! Ein junger Mann verletzte sich kürzlich schwer beim Anzünden der Holzkohle. Die Bad Saarower Luftretter waren im Einsatz. Symbolbild.
    Vorsicht beim Grillen! Ein junger Mann verletzte sich kürzlich schwer beim Anzünden der Holzkohle. Die Bad Saarower Luftretter waren im Einsatz. Symbolbild.

Bei den steigenden Temperaturen befeuern derzeit wieder viele Leute ihren Grill. Dies tat kürzlich auch ein 21-jähriger Urlauber, der in der Gemeinde Wendisch Rietz ein paar freie Tage verbrachte. Hier, direkt am idyllischen Scharmützelsee gelegen, bewohnte er ein Appartementhäuschen in einem Ferienpark und bereitete gerade mit Freunden ein abendliches Barbecue vor. Doch dann kam es beim Anzünden seines Holzkohlegrills plötzlich zu einer Verpuffung. Der junge Mann erlitt dadurch Verbrennungen im Gesicht, an den Armen und am Oberkörper. Die Rettungsleitstelle Oderland alarmierte daraufhin Christoph 49 aus Bad Saarow. „Wir erhielten den Auftrag, ihn in ein geeignetes Traumazentrum zu fliegen, in dem ihm optimal geholfen werden sollte“, erläutert Pilot Holger Wolff. Er flog mit Hubschraubernotarzt Dr. Sebastian Klemstein und Notfallsanitäter Ronald Müller umgehend nach Wendisch Rietz.

Nur wenig später kam die Crew über dem Scharmützelsee an und sah aus der Luft bereits eine Rettungswagenbesatzung und einen bodengebundenen Notarzt, die sich um den verletzten Feriengast kümmerten. Wolff landete die rot-weiße EC 135 auf einer nahegelegenen Wiese, woraufhin Klemstein und Müller zügig zu dem Verbrennungsopfer liefen. „Zu dem Zeitpunkt lag der Patient schon im Rettungswagen. Er war ansprechbar, aber natürlich sichtlich geschockt“, erinnert sich Holger Wolff an den 21-Jährigen. Doch wie sich für das Team der DRF Luftrettung herausstellte, habe dieser durchaus „Glück im Unglück“ gehabt, berichtet der Pilot weiter: „Er war direkt nach dem Unfall sehr geistesgegenwärtig und ist in den angrenzenden Scharmützelsee gesprungen. So konnte seine brennende Kleidung gleich gelöscht werden.“ Dies habe dem Brandopfer schwerere Verletzungen erspart. „Denn wie mir Dr. Klemstein hinterher erklärte, ist die Hitzeeinwirkung dadurch nicht so tief ins Gewebe eingedrungen. So ist wohl nicht einmal eine Narbenbildung zu befürchten.“

Nachdem die Crew von Christoph 49 den 21-Jährigen routiniert für den Transport vorbereitet hatte, lud sie ihn in die Maschine der DRF Luftrettung ein. „Er war so gut vorversorgt, dass wir ihn schnell von den bodengebundenen Kollegen übernehmen und nach Berlin fliegen konnten“, verdeutlicht Wolff. Nach einem kurzen Flug erreichten die Brandenburger Luftretter dann bereits die Klinik in der Hauptstadt und übergaben den 21-Jährigen für die weiteren medizinischen Maßnahmen den dortigen Spezialisten.

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