24.06.2019 | News-Bericht

Arbeiter gerät mit beiden Händen unter Stanze

  • Ein Mann verliert in einem Arbeitsunfall eine Hand und an der anderen einige Finger. Die Besatzung versorgt ihn und fliegt ihn zur weiteren Versorgung in eine Spezialklinik.
    Ein Mann verliert in einem Arbeitsunfall eine Hand und an der anderen einige Finger. Die Besatzung versorgt ihn und fliegt ihn zur weiteren Versorgung in eine Spezialklinik.

Sersheim am Rand des waldreichen Höhenzugs Stromberg: In der Gemeinde nordwestlich von Ludwigsburg ist ein Arbeiter in einem metallverarbeitenden Betrieb an einer Stanze beschäftigt. Es ist schon dunkel, kurz nach 23 Uhr, als der 41-Jährige mit beiden Händen unter die Maschine gerät – und sich bei dem Vorfall tragischerweise eine Hand komplett abtrennt sowie mehrere Finger der anderen Hand.

Als erstes Rettungsmittel ist der örtliche, bodengebundene Rettungsdienst bei dem Verletzten. Doch die Rettungsleitstelle Ludwigsburg alarmiert ebenso Christoph 11: Der in Villingen-Schwenningen stationierte Hubschrauber der DRF Luftrettung ist der einzige in Baden-Württemberg, der jederzeit, auch am späten Abend oder mitten in der Nacht, 24 Stunden, 365 Tage im Jahr, eingesetzt werden kann. Sofort brechen die Piloten Roy Fleischer und Richard Nägler sowie Hubschraubernotarzt Dr. Christoph Maier und Notfallsanitäter Benjamin Lehmann auf nach Sersheim.

Als die Crew von Christoph 11 kurz darauf an der Fabrik ankommt, ist die Feuerwehr ebenfalls an der Einsatzstelle eingetroffen und leuchtet den Landeplatz für die rot-weiße H 145 aus, mit der die Luftretter aus Villingen-Schwenningen dem Verletzten zu Hilfe eilen.

Sofort nach der Landung versorgen Notarzt Maier und Notfallsanitäter Lehmann den Arbeiter, bereiten ihn für den Flug vor. Nach gerade einmal rund 20 Minuten kann der Mann bereits in den Hubschrauber eingeladen werden, und die Piloten Fleischer und Nägler starten rasch erneut. Denn der Verletzte soll in die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Ludwigshafen gebracht werden, die eine traumatologische Schwerpunktklinik der Maximalversorgung ist und darum am besten geeignet in dieser Situation. Trotz der verhältnismäßig weiten Entfernung (100 Kilometer auf dem Landweg) überwindet der Hubschrauber der DRF Luftrettung die Distanz bis nach Ludwigshafen aufgrund seiner hohen Einsatzgeschwindigkeit in nur 24 Minuten. Rasch kann der Arbeiter so an die Spezialisten in Ludwigshafen übergeben werden, die mit allen weiteren Maßnahmen sofort beginnen.

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