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01.04.2016 | News-Bericht

Arbeiter stürzt in Baugrube

  • Einsatz für die Besatzung der DRF Luftrettung aus Angermünde nach einem Unfall auf einer Baustelle in Oranienburg.
    Einsatz für die Besatzung der DRF Luftrettung aus Angermünde nach einem Unfall auf einer Baustelle in Oranienburg.
  • Transport aus der Baugrube: Die Rettungskräfte arbeiten Hand in Hand, um den Patienten mit einer Drehleiter nach oben zu heben.
    Transport aus der Baugrube: Die Rettungskräfte arbeiten Hand in Hand, um den Patienten mit einer Drehleiter nach oben zu heben.
  • Nach der erfolgreichen Rettung mit Spineboard fliegt die Crew von Christoph 64 den Verletzten im Rettungshubschrauber schnell und schonend ins Krankenhaus.
    Nach der erfolgreichen Rettung mit Spineboard fliegt die Crew von Christoph 64 den Verletzten im Rettungshubschrauber schnell und schonend ins Krankenhaus.

Eine Baustelle in Oranienburg, das Kellergeschoss des Gebäudes steht bereits. Ein Bauarbeiter macht sich auf den Weg ins Erdgeschoss, Sprosse um Sprosse erklimmt er die Leiter, doch plötzlich rutscht er weg. Über drei Meter fällt der 56-Jährige nach unten und landet auf dem harten Betonboden. Seine Kollegen setzen sofort den Notruf ab, die Leitstelle alarmiert einen Rettungswagen sowie den rund 60 Kilometer entfernten Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung aus Angermünde.

„Wir waren gerade erst von einem Einsatz zurückgekehrt, als uns der Alarm erreichte“, berichtet Rettungsassistent Martin Bosch. „Unsere Rotoren liefen noch.“ Sofort nimmt der Luftretter aus Angermünde wieder Platz im Cockpit, neben Pilot Birger Wurmbach, den er beim Flug unterstützt. Auch Notärztin Doris Netzel-Bremer legt den Sicherheitsgurt wieder an. Sie sitzt hinten in der Kabine von Christoph 64, direkt neben der Trage, auf der die Patienten der Luftretter transportiert werden.

Rund 20 Minuten später erreicht die Besatzung der DRF Luftrettung den Patienten, der bereits von den Kollegen des Rettungswagens erstversorgt wird. „Der Mann hat sich beim Aufprall eine große Platzwunde am Hinterkopf zugezogen, die stark blutete. Außerdem klagte er über Schmerzen an der Wirbelsäule“, erinnert sich Rettungsassistent Martin Bosch. Gemeinsam mit Hubschraubernotärztin Doris Netzel-Bremer stillt er die starke Blutung, außerdem verabreichen sie dem Mann schmerzstillende Medikamente. Nach einem Bodycheck, bei dem der Körper von Kopf bis Fuß untersucht wird, betten sie ihn auf ein Spineboard. „Dabei handelt es sich um eine spezielle Trage, auf der Verletzte mit mehreren Gurten fixiert werden. Dadurch stabilisieren wir die Wirbelsäule für den Transport, um weitere Verletzungen oder eine Verschlimmerung der bestehenden Verletzungen zu verhindern“, erklärt Martin Bosch.

Da der Patient rund vier Meter tief in einer Baugrube liegt, verständigen die Retter frühzeitig die Freiwillige Feuerwehr Oranienburg, deren Drehleiter samt Schleifkorbtrage benötigt wird. Darüber kann der Patient schonend aus der Grube gehoben  werden. Oben angekommen, wird der 56-Jährige direkt in den Rettungshubschrauber gelegt, ins Krankenhaus nach Eberswalde geflogen und dort den Ärzten übergeben. „Die Zusammenarbeit mit den Kollegen vom Rettungswagen, von der Feuerwehr, von der Leitstelle sowie vom Zielklinikum war wieder einmal hervorragend, alles lief reibungslos“, berichtet der Angermünder Rettungsassistent der DRF Luftrettung. „Genau so muss es auch sein, schließlich haben wir alle ein gemeinsames Ziel: Menschen im Notfall schnell und bestmöglich zu helfen.“

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