20.11.2019 | News-Bericht

Arbeiter stürzt vom Dach

  • Ein Hubschrauber des Typs EC 135 im Flug.
    Die Crew der Station Bad Saarow ist täglich von Sonnenaufgang (frühestens 7 Uhr) bis Sonnenuntergang im Einsatz.

Früher Alarm auf der Station der DRF Luftrettung in Bad Saarow: In Eisenhüttenstadt ist ein Mann bei morgendlichen Arbeiten vom Dach einer Veranstaltungshalle gefallen. Durch den Sturz aus etwa neun Metern Höhe hat sich der 39-Jährige schwerst verletzt. Die Rettungsleitstelle Oderland beordert nicht nur den bodengebundenen Rettungsdienst zu dem Verunglückten, sondern auch das Team von Christoph 49.

Kurz darauf heben Pilot Marco Biamino, Hubschraubernotarzt Dr. Paavo Beth und Notfallsanitäter Sven Schönfelder in ihrer rot-weißen Einsatzmaschine ab und fliegen in die südlich von Frankfurt (Oder) gelegene Stadt. An der Veranstaltungshalle angekommen, landet Biamino die EC 135 unmittelbar neben der Unfallstelle. Ein Rettungswagen ist ebenfalls eingetroffen. Dessen Besatzung kümmert sich bereits um den Schwerverletzten, als das medizinische Team von Christoph 49 hinzu eilt.

Der Dacharbeiter hat mehrere lebensbedrohliche Verletzungen – ein sogenanntes „Polytrauma“ – erlitten und befindet sich in einem kritischen Zustand. Vorläufig werden ein schweres Thorax -, Wirbelsäulen- und Schädel-Hirn-Trauma diagnostiziert. Gemeinsam mit den bodengebundenen Kräften versorgen Beth und Schönfelder den Patienten umgehend. Der 39-Jährige wird in ein künstliches Koma versetzt, der Hubschraubernotarzt intubiert und beatmet den Mann, der zudem mit Thoraxdrainagen versehen wird. Durch das mobile Ultraschallgerät der DRF Luftrettung wird außerdem freie Flüssigkeit im Bauchraum des Verunfallten festgestellt, was auf innere Blutungen hinweist. Der Patient muss so schnell und schonend wie möglich in ein Krankenhaus der Maximalversorgung geflogen werden.

Nach weiterer Medikamentengabe wird das Sturzopfer – immobilisiert auf einem „Spineboard“ – zum Hubschrauber getragen. Außerdem ist dem Arbeiter eine Beckenschlinge angelegt worden, wodurch eine mögliche Einblutung in den Beckenbereich verhindert werden kann. Zügig laden die Brandenburger Luftretter den Patienten in die Maschine der DRF Luftrettung. Rasch fliegt Christoph 49 den Verunglückten in das Helios Klinikum nach Bad Saarow, in dem er den weiterbehandelnden Ärzten im Schockraum übergeben wird.

 

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