08.08.2018 | News-Bericht

Arbeiter stürzt zwölf Meter tief

  • Schnell vor Ort, um den Patienten notärztlich zu versorgen: Christoph 64. Symbolbild.
    Schnell vor Ort, um den Patienten notärztlich zu versorgen: Christoph 64. Symbolbild.

Eine seenreiche Gegend und weite Getreidefelder bekam die Crew von Christoph 64 kürzlich zu sehen. Denn die südöstlich der Kreisstadt Prenzlau gelegene Gemeinde Uckerfelde war Einsatzort für die Luftretter aus Angermünde. Sie wurden zu einem Unfall gerufen, der sich in dem Ortsteil Bertikow zugetragen hatte. Bei Arbeiten auf einer Scheune war ein 51-Jähriger durch das Dachfenster der Hütte gebrochen. Er fiel daraufhin etwa zwölf Meter in die Tiefe. „Glücklicherweise war direkt unter dem Fenster ein riesiger Kornhaufen“, berichtet Pilot und Stationsleiter Marco Biamino. Dieser milderte den Aufprall, schwere Verletzungen erlitt der Mann dennoch. Biamino flog deshalb mit seinen Crewkollegen, Hubschraubernotarzt Wladimir Wolfert und Notfallsanitäter Sebastian Liebig nach Uckerfelde, um den Mann notärztlich zu versorgen und in eine Klinik zu fliegen.

Eine Rettungswagenbesatzung war an der Einsatzstelle zugegen, als die Crew diese erreichte. Nachdem Marco Biamino die rot-weiße EC 135 der DRF Luftrettung landete, eilten Wolfert und Liebig zu dem verunglückten Arbeiter. Der 51-Jährige hatte sich Prellungen, eine Beckenfraktur und eine Verletzung der Wirbelsäule zugezogen. Sofort begann die medizinische Besatzung von Christoph 64 mit der Versorgung des Patienten. Nach der Verabreichung von Medikamente gegen seine Schmerzen betteten die brandenburgischen Luftretter ihn auf einer Vakuummatratze. Mittels dieser speziellen Unterlage wird der Körper fest umschlossen und immobilisiert. So konnte das Team den Gestürzten behutsam zur Maschine der DRF Luftrettung tragen.

Biamino, Wolfert und Liebig luden den Dacharbeiter in den Hubschrauber ein und brachten ihn zum Werner-Forßmann-Krankenhaus nach Eberswalde. Nach ihrer Ankunft übergab die Crew den Schwerverletzten an die dortigen Spezialisten. In der Klinik, einem überregionalen Traumazentrum, konnte der 51-Jährige dann optimal weiterversorgt werden.

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