Sie sind hier

01.09.2017 | News-Bericht

Auch das zweite Unfallopfer benötigte einen Hubschrauber

  • Nach einem schweren Auffahrunfall im südlichen Thüringen wurde neben Christoph 60 aus Suhl auch Christoph Thüringen aus Bad Berka alarmiert. (Symbolbild)
    Nach einem schweren Auffahrunfall im südlichen Thüringen wurde neben Christoph 60 aus Suhl auch Christoph Thüringen aus Bad Berka alarmiert. (Symbolbild)

Die Besatzung von Christoph Thüringen hatte den vorausgegangenen Einsatz gerade erst abgeschlossen. „Wir mussten einen Schlaganfallpatienten aus dem Krankenhaus in Gotha rasch nach Erfurt transportieren, damit er dort weiterbehandelt werden konnte“, erzählt Pilot Michael Jansen von jenem Nachmittag im Juli. „Und noch während wir uns nach der Übergabe unseres Patienten an die Ärzte des Erfurter Klinikums für den Rückflug zu unserer Station in Bad Berka vorbereiteten, erfolgte die Anschlussalarmierung: ‚Schwerer Verkehrsunfall‘.“

Auf einer Landstraße im Landkreis Sonneberg war ein Motorrad auf einem bergigen und kurvenreichen Streckenabschnitt auf die falsche Fahrbahnseite geraten. Das zwang einen entgegenkommenden Pkw-Fahrer zur sofortigen Vollbremsung. Das nachfolgende Auto war aufgefahren – mit dramatischen Folgen: Der Insasse des vorderen Fahrzeugs hatte beim Aufprall ein Polytrauma erlitten, der 72-jährige Fahrer des zweiten Wagens schwere Kopfverletzungen.

Sofort änderte Michael Jansen das Flugziel und startete mit Kurs auf den Unglücksort im fränkisch geprägten Süden Thüringens. „Die Rettungsleitstelle hatte bereits unsere Kollegen von Christoph 60 dorthin alarmiert, die von der Station der DRF Luftrettung in Suhl aufgrund einer Einsatzgeschwindigkeit von 250 Stundenkilometern ebenfalls binnen weniger Minuten zum Unfallort gelangen konnten“, schildert Jansen, der Stationsleiter in Bad Berka ist. „Da sich jedoch der aufgefahrene Verkehrsteilnehmer ebenfalls so schwere Verletzungen zugezogen hatte, dass er per Rettungshubschrauber transportiert werden musste, wurde Christoph Thüringen nachgefordert.“ Denn zum einen galt es, den 72-Jährigen wegen seiner Kopfverletzung möglichst schonend zu transportieren, wie der ebenfalls im Einsatz befindliche Rettungsassistent Christoph Lundershausen hervorhebt. Zum anderen musste der Patient aufgrund der Schwere der beim Aufprall erlittenen Verletzungen in ein weiter entferntes Krankenhaus der Maximalversorgung gebracht werden, „was auf dem Luftweg selbstverständlich erheblich schneller geht als auf der Straße“, fügt Lundershausen an. Darum flog die Besatzung von Christoph Thüringen das Unfallopfer in die Zentralklinik Bad Berka, wo die optimale Versorgung des Mannes gewährleistet war.

Praktisch zeitgleich konnten die Luftretter aus Bad Berka und Suhl nach nur wenigen Minuten Flugzeit ihre Patienten an die Mediziner in den angeflogenen Kliniken übergeben, wo sie unmittelbar weiterbehandelt wurden.

Weitere Neuigkeiten:

Die Station zum Beitrag:

Standorte DRF Luftrettung

Auswählen und mehr erfahren

Von wo starten unsere Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge zu ihren Einsätzen? Wer koordiniert eine Patientenrückholung aus dem Ausland? Und wo wird unsere Flotte eigentlich gewartet? Lernen Sie die Hubschrauberstationen, das Operation-Center und den Ambulanzflugbetrieb der DRF Luftrettung kennen. Mit einem Klick auf eine unserer Stationen können Sie den jeweiligen Einsatzradius des Hubschraubers erkennen. Weitere Einblicke und Hintergrund- informationen erhalten Sie auf den Stationsseiten.

Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

Alle Standorte

Mehr zur Station:

Die Hubschrauber der DRF Luftrettung werden immer wieder zu Unfällen mit Pferden alarmiert. Zwei an einem Tag wie kürzlich in Bad Berka sind jedoch ungewöhnlich. Symbolbild.
23.12.2016 | News-Bericht
„Alles Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde!" Ein Satz, den viele Pferdefreunde ohne zu zögern unterschreiben würden. Doch gibt es im Umgang mit den beliebten…