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04.10.2017 | News-Bericht

Auf der Überholspur ausgebremst

Wer mit dem Motorrad unterwegs ist, der muss oft eine Extraportion Vorsicht walten lassen. Unfallstatistiken belegen, dass zu den Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr besonders viele Biker zählen. Auch der 20-jährigen Motorradfahrer, der an einem sonnigen Mittwoch auf einer Landstraße unweit der baden-württembergischen Ortschaft Waldmössingen unterwegs war, erlitt lebensbedrohliche Verletzungen bei einem Zusammenstoß mit einem Pkw.

Der junge, aus der Region stammende Mann fuhr hinter einer Kolonne, überholte dann mehrere Pkw. Mit einem abbiegenden Fahrzeug kam es dabei zu einem fatalen Aufprall. Dabei habe der Biker den Wagen hart getroffen und sei von seinem Motorrad geschleudert worden, schilderte Notfallsanitäter Andreas Schuhbauer, der zur Crew von Christoph 11 aus Villingen-Schwenningen gehört.

Die am Unfall beteiligte Autofahrerin, die auf dem Feldweg ihren Hund hatte ausführen wollen, sei „mit dem Schrecken davon gekommen“, so Andreas Schuhbauer. Den 20-jährigen Motorradfahrer hat es weniger glimpflich erwischt; er erlitt bei dem Zusammenprall ein Polytrauma.  So bezeichnen Mediziner mehrere gleichzeitig erlittene Verletzungen verschiedener Körperregionen, wobei mindestens eine Verletzung oder die Kombination mehrerer Verletzungen lebensbedrohlich ist. Ein rascher Transport zum Krankenhaus war demnach überlebenswichtig, der Hubschrauber der DRF Luftrettung der Station Villingen-Schwenningen wurde gefordert. „Wir sind vom bodengebundenen Notarzt nachalarmiert worden, um einen schnellen Transport zur Uniklinik Tübingen durchzuführen“, erläutert Andreas Schuhbauer. Gemeinsam mit Pilot Klaus Armbruster sowie den Notärzten Dr. Christoph Maier und Dr. Tobias Risch wurde der erfahrene Notfallsanitäter direkt nach einem Einsatz in Offenburg zu ebenjenem Unfall bei Waldmössingen gerufen. „Viele Trümmerteile lagen bei unserer Ankunft herum“, erinnert sich der Notfallsanitäter weiter, „es muss heftig geknallt haben!“

Als Christoph 11 samt Besatzung am Unfallort eintraf, lag der Patient bereits im Rettungswagen. Aufgrund der Mehrfachverletzungen musste er künstlich beatmet werden. „Wir haben ihn von den Einsatzkräften vor Ort übernommen, notärztlich versorgt und an Bord des Hubschraubers aufgenommen, dann ging es direkt los“, erinnert sich der Notfallsanitäter. Der Schwerverletzte konnte schließlich in stabilem Zustand zur Weiterversorgung dem Klinikpersonal des Universitätsklinikums in Tübingen übergeben werden.

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