04.10.2018 | News-Bericht

Baby benötigt lebenswichtige Herz-OP im Rheinland

  • Transportiert kritisch kranke oder verletzte Patienten sehr schnell und schonend zwischen Kliniken: Christoph Dortmund. Symbolbild.
    Transportiert kritisch kranke oder verletzte Patienten sehr schnell und schonend zwischen Kliniken: Christoph Dortmund. Symbolbild.

Erst drei Stunden alt war ein kleines Mädchen, als es zum ersten Mal in seinem noch sehr jungen Leben operiert werden musste. Denn das Baby kam in der Kinderklinik in Gelsenkirchen-Buer mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt, den die dortigen Ärzte als kritisch für das Neugeborene beurteilten. Ohne einen speziellen Eingriff, der die Fehlbildung beheben sollte, hätte das Mädchen vermutlich geringe Überlebenschancen gehabt.

Die Leitstelle Gelsenkirchen forderte daraufhin Christoph Dortmund an. Denn die lebensrettende Operation sollte im Deutschen Kinderherzzentrum Sankt Augustin durchgeführt werden, da man dort auf die Behandlung von Kindern mit angeborenem Herzfehler spezialisiert ist. Allerdings beträgt die Entfernung zu dem bei Bonn gelegenen Krankenhaus auf dem Landweg fast 130 Kilometer, die im „Stauland“ Nordrhein-Westfalen selbst mit Blaulicht schnell zwei Stunden Zeit und mehr erfordern können, will man sie mit einem bodengebundenen Rettungsmittel überwinden.

Für das Dortmunder Team der DRF Luftrettung jedoch war die Entfernung kein Problem: Pilot Ulrich Weigang, Rettungsassistent Tobias Lütke-Uphues, Kinderarzt Dr. Frank Niemann und Kinderkrankenschwester Katharina Weber von der Gelsenkircherner Kinderklinik luden das Mädchen in Gelsenkirchen zunächst in einen Inkubator. Dieses medizintechnische Gerät hilft bei der Überwachung der jungen Patientin während des Fluges und sorgt für kontrollierte Klimabedingungen im Innern. Der am Dortmunder Flughafen stationierte Rettungshubschrauber ist dafür ausgerüstet, einen Inkubator-Transport schnell und sicher durchzuführen und das Gerät während der ganzen Zeit mit Strom zu versorgen.

Um 13.05 Uhr hob Pilot Weigang mit der jungen Patientin und den sie begleitenden Spezialisten Niemann und Weber sowie Rettungsassistent Tobias Lütke-Uphues an Bord in der Ruhrgebietsstadt ab. Nur rund eine halbe Stunde später setzte Christoph Dortmund am Kinderherzzentrum in Rheinland schon wieder auf. Dort wurde das Baby – noch immer im Inkubator geschützt – wohlbehütet direkt in die zuständige Abteilung gebracht, wo man sich umgehend um die Behebung des Herzfehlers zu kümmern begann.

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