17.05.2018 | Hintergrund

Bei einer Hubschrauberlandung müssen alle mitwirken

  • Ist ein Hubschrauber im Landeanflug, sollten Verkehrsteilnehmer einiges beachten. Denn laufende Rotorblättern können für sich nähernde Fahrzeuge und Personen sehr gefährlich sein.
    Ist ein Hubschrauber im Landeanflug, sollten Verkehrsteilnehmer einiges beachten. Denn laufende Rotorblättern können für sich nähernde Fahrzeuge und Personen sehr gefährlich sein.
  • Erfahren und erprobt: Pilot Günter Eigenbrodt (erster von links) ist seit 20 Jahren für Sie im Einsatz.
    Erfahren und erprobt: Pilot Günter Eigenbrodt (erster von links) ist seit 20 Jahren für Sie im Einsatz.

Er verfügt bereits über die Erfahrung aus über 7.700 Flugstunden: Pilot Günter Eigenbrodt. 1984 begann er seine Ausbildung zum Hubschrauberführer, lernte das taktische Fliegen (z.B. Tiefflug, Verbandsflug) sowie das Fliegen über Wasser und im Gebirge. Den Pilotenschein in der Tasche, wurde er häufig bei der Grenzüberwachung eingesetzt – „vom Dreisesselberg im Bayerischen Wald bis hin zur Wasserkuppe in der Rhön kannte ich alle Grenzpfähle mit Vornamen“, lacht der 57-Jährige. In dieser Zeit flog er auch seine ersten Rettungseinsätze für den Katastrophenschutz.

Seitdem weiß er ganz genau, worauf es bei einer Hubschrauberlandung ankommt. Oft muss der erfahrene Pilot den rot-weißen Hubschrauber auf belebten Plätzen landen. Dann ist das Mitwirken aller Passanten gefragt: „Meine Landefläche muss mindestens 30 mal 30 Meter groß sein. Stehen Schaulustige oder Fahrzeuge im Weg, oder fahren Fahrzeuge unter dem landenden Hubschrauber hindurch, gefährdet dies die sichere Landung unseres Hubschraubers und erschwert damit den raschen Zugang zur Unfallstelle.

"Laufende Rotorblättern sind für sich nähernde Personen sogar lebensgefährlich!“ betont Günter Eigenbrodt.

Wie Sie sich während des Landeanflugs eines Rettungshubschraubers richtig verhalten:

  • Fahren Sie nie unter einem landenden Hubschrauber hindurch.
  • Machen Sie sich ggf. am Boden bemerkbar.
  • Legen Sie keine Markierungshilfen an der Landestelle aus.
  • Halten Sie mindestens 30 Meter Abstand zu einem landenden Hubschrauber; dies gilt für Menschen und Fahrzeuge.
  • Nähern Sie sich dem Hubschrauber niemals, solange sich die Rotoren drehen. Warten Sie auf Weisung durch die Hubschrauberbesatzung.
  • Bringen Sie lose Gegenstände, wie Mützen oder Tücher, außer Reichweite oder halten Sie sie fest.

Mehr zu Günter Eigenbrodt:

Seit 1998 fliegt Günter Eigenbrodt für die DRF Luftrettung. In seinem ersten Jahr hat er gleich eine ganze Reihe von Stationen in ganz Deutschland kennengelernt: Hartenholm, Bremen, Rendsburg, Fürstenwalde, Göttingen, Suhl, Zwickau, Nürnberg, Villingen-Schwenningen, Karlsruhe, Leonberg, Mannheim – und Friedrichshafen. Hier ist der gebürtige Franke mittlerweile Stationsleiter.

„In Friedrichshafen finde ich alles, was mein Pilotenherz höher schlagen lässt: wunderschöne Landschaften, hohe Berge, Seen, den Schwarzwald und die Schwäbische Alb“, erzählt er. „Das Einsatzspektrum ist enorm groß, und damit auch die Anforderungen an die Fliegerei. Bringt man eben noch Strömungstaucher ans Ufer bei Stein am Rhein, damit diese nach vermissten Schwimmern oder Tauchern suchen können, ist man im nächsten Moment in 7.000 Fuß Höhe am Allgäuer Nebelhorn, um verletzte Wanderer zu versorgen.“