25.06.2019 | News-Bericht

Blaulichtauto statt Maßkrug

  • Luftretter und Ersthelferinnen in ungewöhnlicher "Dienstkleidung".
    Luftretter und Ersthelferinnen in ungewöhnlicher "Dienstkleidung".

Am gestrigen Sonntagabend wird Christoph Nürnberg alarmiert: Ein älterer Mann leidet unter Atemnot. Er befindet sich in einem Seniorenheim in Vorra, einer hübschen fränkischen Gemeinde, nordöstlich von Nürnberg an der Pegnitz gelegen. Vor Ort gibt es einen Rettungswagen sowie sogenannte „First Responder“, also ehrenamtliche „Ersthelfer aus der Nachbarschaft“, die die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes oder Rettungsdienstes überbrücken sollen. Doch genau der Notarzt, den der an Atemnot leidende Mann dringend benötigt, ist vor Ort nicht verfügbar.

Deswegen starten Pilot Christian Schmidt, Notfallsanitäter Alexander Schuricht und Hubschraubernotarzt Dr. Stefan Schmidt von der DRF Luftrettung mit ihrer rot-weißen H 145. Mit dem in Nürnberg beheimateten Hubschrauber der gemeinnützigen Organisation kann der Notarzt in nur 15 Minuten nach Vorra gebracht werden.

Dort jedoch ist eine Landung unmittelbar am Einsatzort nicht möglich. Deswegen wartet an einem geeigneten Landeplatz in der Nähe bereits ein Fahrzeug der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr, besetzt mit „First Respondern“, als das Team von Christoph Nürnberg ankommt. Die Ehrenamtlichen fahren Notarzt Dr. Schmidt und Notfallsanitäter Schuricht das kurze Stück zum Seniorenheim. Dort kann die Luftnot des Patienten rasch gelindert werden. Und nur zur Sicherheit bringt der Hubschraubernotarzt den Mann im Rettungswagen zur Beobachtung in ein nahes Krankenhaus.

Alexander Schuricht hat im Anschluss Zeit, sich bei den örtlichen Helfern nach deren – für den Rettungsdienst doch eher ungewöhnlichen – Kleidung zu erkundigen: Denn im Feuerwehrfahrzeug, mit dem die medizinische Crew von Christoph Nürnberg zum Seniorenheim gefahren wurde, sitzen zwei weibliche „First Responder“ – in Dirndln! Wie sie schildern, sind Jana und Anna-Maria, als der Alarm wegen der Atemnot im Seniorenheim ausgelöst wurde, als „Kirwa-Mädels“ auf der am vergangenen Wochenende stattfindenden Kirchweih in Vorra feiern gewesen. Allerdings hatten sie, weil sie ihre ehrenamtliche Pflicht dennoch nicht vernachlässigen wollten, für den Fall der Fälle das „Blaulichtauto“ mitgenommen – und dafür die Maß Maß sein lassen.

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