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04.12.2017 | News-Bericht

Brand in Gefängniszelle gelegt

  • Als die Besatzung an der JVA ankam, hatten Justizsvollzugsbeamte bereits einen Landeplatz auf dem Sportplatz der Anstalt abgesperrt.
    Als die Besatzung an der JVA ankam, hatten Justizsvollzugsbeamte bereits einen Landeplatz auf dem Sportplatz der Anstalt abgesperrt.

Außergewöhnlicher Einsatz für Christoph Berlin: In der Justizvollzugsanstalt Tegel hat ein 39-jähriger Insasse mit einem Feuerzeug einen Brand in seiner Zelle gelegt, die Flammen breiten sich rasch in dem kleinen Raum aus. Das Gefängnispersonal, das den Vorfall bemerkt, handelt sofort, schafft es, das Feuer zu löschen und den Mann aus dem Zimmer zu befreien. Der hat durch die Flammen keine äußeren Verletzungen an der Haut erlitten, wohl aber ein Inhalationstrauma sowie eine schwere Rauchgasvergiftung, und muss somit auf schnellstem Wege in ein nahegelegenes Klinikum transportiert werden. Daher ist das Team der Berliner Station der DRF Luftrettung dringend gefordert.

„Ja, das war in der Tat ein besonderer Vorfall, so etwas kommt natürlich nicht so oft für uns vor“, erinnert sich Pilot Dirk Kugel nach dem Einsatz. Er war nach der Alarmierung durch die Leitstelle gemeinsam mit Hubschraubernotarzt Dr. Michael Weitzel und Rettungsassistentin Nicole Kiseleczuk in der rot-weißen H 145 der DRF Luftrettung zum Gefängnis geflogen. „Als wir dort ankamen, war bereits alles sehr gut durchorganisiert“, lobt er. „Die Justizvollzugsbeamten hatten den zur Anstalt gehörenden Sportplatz für unsere Landung abgesichert, was wir zuvor per Funk mit ihnen besprochen hatten, und den ganzen Einsatzbereich sorgfältig abgeschirmt. Die Besatzungen eines Notarzteinsatzfahrzeugs und mehrerer Rettungswagen waren schon vor uns eingetroffen und hatten sich zwischenzeitlich um den Mann gekümmert. Auch die Freiwillige Feuerwehr half mit.“

„Nachdem ich die Maschine abgesetzt hatte, brachten die Bodenkräfte den Patienten auch gleich im Rettungswagen zu unserem Hubschrauber, wo wir den Mann direkt übernahmen“, fährt Kugel fort. Und da wusste die Crew sofort, dass der 39-Jährige „großes Glück im Unglück“ gehabt habe: „Wenn er äußere Brandverletzungen erlitten hätte, wäre es vielleicht viel schlimmer für ihn gekommen“, betont der Pilot der DRF Luftrettung. „Aber trotzdem war auch die Rauchgasvergiftung schon sehr kritisch und musste schnell von unserem medizinischen Team weiterversorgt werden.“

Hubschraubernotarzt Weitzel und Rettungsassistentin Kiseleczuk haben daher umgehend die weiteren Maßnahmen eingeleitet: „Der Gefängnisinsasse wurde bei uns im Hubschrauber medikamentös behandelt und stabilisiert, bevor wir wieder abhoben und ihn in das Vivantes Klinikum im Friedrichshain transportierten.“ Dort kamen die Helfer von Christoph Berlin nach knapp zehn Minuten an, übergaben das Brandopfer sofort dem bereits wartenden Krankenhauspersonal. „Da zeigte sich dann, wie wichtig es war, dass alles so gut koordiniert wurde und wir dadurch keine Zeit verloren haben. Denn zu diesem Zeitpunkt war der Mann nicht mehr in einem kritischen Zustand“, blickt Dirk Kugel auf den Einsatz zurück, zu dessen Gelingen das besonnene und strukturierte Handeln der einzelnen Kräfte und Mitarbeiter erheblich beitrug.

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