06.07.2020 | News-Bericht

„Christoph 44“ feiert 40-jähriges Bestehen

  • Zu Beginn startete der Göttinger Rettungshubschrauber noch unter dem Rufnamen „Florian Göttingen 1066“.
    Zu Beginn startete der Göttinger Rettungshubschrauber noch unter dem Rufnamen „Florian Göttingen 1066“.
  • Bei einer kleinen Feierstunde zum 40. Jubiläum (v.l.n.r.): Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, Ernst Peleikis (Leiter der Stabsstelle Partnermanagement der DRF Luftrettung), das Leitungsteam der Göttinger Station Notarzt Dr. Markus Roessler, Notfallsanitäter Christian Schulze und Stationsleiter und Pilot Dennis Lauterberg sowie Prof. Dr. Konrad Meissner (Leiter der Klinik für Anästhesiologie an der Universitätsmedizin Göttingen).
    Bei einer kleinen Feierstunde zum 40. Jubiläum (v.l.n.r.): Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, Ernst Peleikis (Leiter der Stabsstelle Partnermanagement der DRF Luftrettung), das Leitungsteam der Göttinger Station Notarzt Dr. Markus Roessler, Notfallsanitäter Christian Schulze und Stationsleiter und Pilot Dennis Lauterberg sowie Prof. Dr. Konrad Meissner (Leiter der Klinik für Anästhesiologie an der Universitätsmedizin Göttingen).
  • Bei der Feierstunde wurde auch an den inzwischen verstorbenen Jürgen Richter erinnert, der als Stationsleiter und Pilot maßgeblich am damaligen Aufbau beteiligt war.
    Bei der Feierstunde wurde auch an den inzwischen verstorbenen Jürgen Richter erinnert, der als Stationsleiter und Pilot maßgeblich am damaligen Aufbau beteiligt war.

Direkt am Universitätsklinikum beheimatet und im Notfall für die Menschen in gleich fünf Bundesländern im Einsatz: am 03. Juli feiert Rettungshubschrauber „Christoph 44“ in Göttingen sein 40-jähriges Bestehen. Damit gehört die Station der DRF Luftrettung zu den erfahrensten im gesamten Bundesgebiet.

Bereits in den 70er Jahren fanden Vorgespräche zur Stationierung eines Rettungshubschraubers in Göttingen statt. Die Initiative ging auf die beiden Anästhesieprofessoren Dietrich Kettler und Hans Sonntag zurück. Ihr Ziel: Die notfallmedizinische Versorgung in der Region zu verbessern. Es folgten Verhandlungen mit dem niedersächsischen Sozialministerium, der Stadt Göttingen und potentiellen Betreibern. Mit Unterstützung der DRF Luftrettung – zu der Zeit noch Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – wurde schließlich grünes Licht für die Stationierung des Rettungshubschraubers gegeben.

„Wir sind stolz und gleichzeitig dankbar, dass uns in Göttingen bereits seit 40 Jahren Vertrauen entgegengebracht wird“, erklärt Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG, „und darüber hinaus ist es ein guter Zeitpunkt, um uns bei allen Beteiligten zu bedanken, ohne die die Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen vor Ort überhaupt nicht möglich wäre. Wir danken den Notärzten des Zentrums Anästhesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin des Universitätsklinikums Göttingen, den Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr Göttingen und allen Rettungskräften, die die Crews von „Christoph 44“ am Boden unterstützen.“

Bei einer kleinen Feierstunde am Samstag erinnerte auch Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler an die Anfänge des Rettungsdienstes vor Ort: „Bis Anfang der 70er Jahre gab es praktisch keinen organisierten Rettungsdienst, nicht am Boden, erst recht nicht in der Luft. Das kann sich heute kaum noch jemand vorstellen. Im Namen der Stadt bin ich von Herzen dankbar, und Göttingen ist stolz darauf, dass dieser Standort hier ist. Er dient dem Klinikum und den Menschen in der Region. Nicht untypisch für solche Standorte ist, dass die Lebenserwartung höher ist, weil die schnelle Rettung ein Bestandteil ist, der den Menschen Sicherheit garantiert.“

Für den medizinischen Bereich dankte Prof. Konrad Meissner, seit eineinhalb Jahren Leiter der Klinik für Anästhesiologie, den Luftrettern: „Das Gesundheitssystem ändert sich und es wird immer wichtiger, die Patienten schnell in ein Zentrum der Maximalversorgung zu verlegen. Dafür sind solche Hubschrauber wichtig und es ist auch wichtig, dass nicht bei Sonnenuntergang Schluss ist.“ Grundsätzlich sei ihm das Thema Sicherheit eine Herzensangelegenheit und das Wichtigste sei, dass „am Ende des Tages alle heil nach Hause kommen“.

52.000mal ist „Christoph 44“ mittlerweile gestartet, seinen ersten Einsatz hatte der Göttinger Rettungshubschrauber, zu Beginn noch unter dem Rufnamen „Florian Göttingen 1066“, am 04. Juli 1980 bei einem Verkehrsunfall bei Wöllmarshausen. Die Crew flog eine Maschine des Typs „Bell 206 Long Ranger“. Im ersten Jahr kam der Hubschrauber auf 208 Einsätze. Der Rettungshubschrauber wurde zu Beginn noch in Kassel Calden betankt und war zunächst in einem provisorischen Zelthangar untergebracht. Im Oktober 1984 wurde der „Bell 206 Long Ranger“ durch einen Rettungshubschrauber des Typs BO 105 ausgetauscht.

Mit der Fertigstellung des Neubaus des Universitätsklinikums Göttingen waren 1985 auch die baulichen Voraussetzungen für eine Luftrettungsstation mit Landeplatz, Hangar und Büro gegeben. Am 06. November 1985 fand die offizielle Einweihung statt. Da Hubschrauber des Typs BO 105 gegen Maschinen einer höheren Leistungsklasse ausgetauscht werden mussten, erfolgte auch in Göttingen ein Musterwechsel: Im Juli 2007 wurde an der Station feierlich eine EC135 in Dienst gestellt.

„Christoph 44“ ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang einsatzbereit. Die Crews um Stationsleiter Dennis Lauterberg, den leitenden Notfallsanitäter Christian Schulze und den leitenden Notarzt Dr. Markus Roessler kümmern sich um Notfalleinsätze sowie um Intensivtransporte. 2019 flog „Christoph 44“ insgesamt 1.559 Einsätze.

Die Station zum Beitrag:

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Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

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Mehr zur Station:

Besuch bei Christoph 44: Notfallsanitäter Christian Schulze, Notärztin Dr. Nadine Scheibe, MdB Dr. Roy Kühne (CDU) und Stationsleiter und Pilot Dennis Lauterberg (v.l.n.r.). Foto: DRF Luftrettung / L. Häfner
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