05.03.2019 | News-Bericht

Christoph 47 fliegt verletzten Usedomer Tierarzt zum Festland

  • Unfall in einem Usedomer Rinderzuchtbetrieb: Christoph 47 landet sicher auf dem Betriebshof.
    Unfall in einem Usedomer Rinderzuchtbetrieb: Christoph 47 landet sicher auf dem Betriebshof.

Christoph 47 befand sich nach einem Einsatz bereits im Anflug auf die Heimatstation. Doch ehe das Greifswalder Team der DRF Luftrettung an der am Uniklinikum gelegenen Station landen konnte, erreichte die Crew bereits die nächste Alarmierung: Die Integrierte Rettungsleitstelle Vorpommern-Greifswald entsandte Pilot Bernd Rosenberger, Hubschraubernotärztin Dr. Kristin Westphal und Rettungsassistentin Susanne Tober nach Labömitz auf Usedom. In einem Rinderzuchtbetrieb hatte es einen Unfall gegeben. Über dem Greifswalder Bodden, einer Bucht der südlichen Ostsee, drehte Rosenberger die Maschine und brachte sie auf den neuen Kurs.

Schon nach wenigen Minuten kamen die Luftretter aus Mecklenburg-Vorpommern über der Ostseeinsel an und erreichten die Einsatzstelle. Bernd Rosenberger setzte den rot-weißen Hubschrauber direkt vor dem Betrieb auf, und die medizinische Crew von Christoph 47 lief zu dem Patienten. „Bei diesem handelte es sich um einen Tierarzt, der bei einer Kuh Blut aus dem Schwanz abnehmen wollte“, erinnert sich Pilot Rosenberger. „Dabei drehte sich das Tier innerhalb der entsprechenden Box und schob den Doktor aggresiv gegen die Wand. Dieser zog sich dadurch eine Oberschenkelfraktur zu.“ Kristin Westphal und Susanne Tober übernahmen den 61-jährigen Patienten im kurz vor Christoph 47 eingetroffenen Rettungswagen, dessen Besatzung den Mann gemeinsam mit einem bodengebundenen Notarzt schon vorversorgt hatte.

Zur weiteren Behandlung sollte der Tierarzt dann zu einer geeigneten Klinik gebracht werden. Auf einer Vakuummatratze – einem Schienmaterial, das den Körper fest umschließt – wurde das Unfallopfer in die EC 145 geladen und vom Team der DRF Luftrettung zur Uniklinik nach Greifswald geflogen. „Der Transport mit dem Hubschrauber war für den Patienten schonender und schneller als mit landgebundenen Rettungsmitteln“, erläutert Bernd Rosenberger und verdeutlicht den enormen Vorteil von Christoph 47: „Die Fahrzeit mit dem Rettungswagen hätte in etwa dreimal so lange gedauert. Im schlimmsten Fall hätte auch die Brücke bei Wolgast, die die entsprechende Landverbindung darstellt, hochgezogen sein können. Was dann mit noch mehr Zeitverlust verbunden gewesen wäre.“

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