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22.03.2017 | News-Bericht

Christoph 47 nach schwerem Verkehrsunfall alarmiert

  • Die medizinische Besatzung von Christoph 47 – Notarzt und Notfallsanitäter – erreichen innerhalb von wenigen Minuten nach der Alarmierung die verletzte Frau.
    Die medizinische Besatzung von Christoph 47 – Notarzt und Notfallsanitäter – erreichen innerhalb von wenigen Minuten nach der Alarmierung die verletzte Frau.

Kalter Wind zieht über die Moore und Seen rund um Murchin, eine Gemeinde wenige Kilometer vor der Insel Usedom. Heftig trommelt der Regen gegen die Autoscheiben der Fahrzeuge im morgendlichen Berufsverkehr. Plötzlich hallt ein lautes Quietschen und Krachen durch die Regenschleier: Ein Auto stößt auf einer Landstraße mit einem Lieferwagen zusammen und kommt von der Straße ab. Dabei wird die Fahrerin in ihrem Auto eingeklemmt.

Kurz darauf erklingen laute Sirenen am Unfallort: Feuerwehr und ein Notarzt kommen der Frau zur Hilfe. Schnell wird klar, dass die Fahrerin so schnell und schonend wie möglich in eine Spezialklinik gebracht werden muss. Für diesen Transport fordert der Notarzt einen Rettungshubschrauber nach. Schon ertönt an der Greifswalder Station der DRF Luftrettung der Alarm. Sofort eilt die Besatzung – ein Pilot, ein Notfallsanitäter und ein Notarzt – zum rot-weißen Hubschrauber. Während dem Flug muss Pilot Bernd Rosenberger auf das regnerische Wetter reagieren: Geschickt umfliegt er Regenschauer und Dunstfelder über den Wäldern. Dann landet der erfahrene Pilot mit Christoph 47 auf der Landstraße.

Hier ist die aufwendige Befreiung der Frau aus ihrem Auto in vollem Gang. Mit einem Hydraulikzylinder wird der Kleinwagen gestreckt. Sofort eilen Notarzt und Notfallsanitäter der DRF Luftrettung der Patientin zur Hilfe. Um die Wirbelsäule der Frau während der Befreiung zu stabilisieren, wird ihr ein sogenanntes KED-System angelegt. „Auf diese Weise wird eine Lähmung durch neue Einrisse im Rückenmark verhindert und die Beweglichkeit der Betroffenen gesichert“, erklärt Notfallsanitäter Enrico Wagner. Für die verletzte Frau ist das besonders wichtig: Sie hat unter anderem mehrere Verletzungen an der Wirbelsäule erlitten. Aus ihrem Auto befreit, wird die Patientin auf eine Vakuummatratze gelegt und das KED-System entfernt. Während dem nun folgenden Transport schützt die Matratze die Wirbelsäule der verletzten Frau. Die Luftretter nehmen die Patientin an Bord von Christoph 47 auf und fliegen mit ihr an das Klinikum der Ernst-Moritz-Arndt Universität in Greifswald, wo sie die Schwerverletzte zur weiteren Behandlung an das Klinikpersonal übergeben.

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