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02.08.2018 | News-Bericht

Christoph Berlin hilft bei lebensgefährlichem Radfahrerunfall

  • Christoph Berlin wird zu einem Fahrradunfall gerufen. Der Radfahrer erleidet ein Polytrauma.
    Christoph Berlin wird zu einem Fahrradunfall gerufen. Der Radfahrer erleidet ein Polytrauma.

Schwere Unfälle unter Beteiligung von Radfahrern sind in Berlin im laufenden Jahr ein in der Öffentlichkeit und den regionalen Medien stark diskutiertes Thema. Das Verkehrslagebild der Berliner Polizei zeigt deutlich, dass Fahrradunfälle ein großes Problem in der Hauptstadt sind: So wurden im vergangenen Jahr 681 Radfahrer bei Unfällen schwerverletzt, insgesamt sogar 5.511 Personen körperlich geschädigt. „Der Anteil tödlich verunglückter Verkehrsteilnehmer bei Verkehrsunfällen unter Radfahrerbeteiligung überschreitet mit 27,78 % bei weitem den allgemeinen Anteil dieser Verkehrsunfälle an der Gesamt-Verkehrsunfall-Zahl“, berichtet die Polizei. Auch bei den Schwerverletzten stellen die Radfahrer mit 29,39 Prozent einen überproportionalen Anteil in der traurigen Bilanz.

Der in der Hauptstadt stationierte rot-weiße Hubschrauber der DRF Luftrettung wird immer wieder auch zu Fahrradunfällen gerufen. So vor kurzem zur Mittagszeit eines hochsommerlichen Tages, als ein Radfahrer von einem mit 50 Stundenkilometer Geschwindigkeit fahrenden Pkw erfasst wurde. „Der Zwischenfall hatte sich in Berlin-Spandau/Kolonie Staaken ereignet“, berichtet Martin Bosch. Der Notfallsanitäter gehörte an jenem Tag gemeinsam mit den Piloten Kilian Szulmirski und Reinhold Berle sowie dem Hubschraubernotarzt Dr. Kay Czaja zur Besatzung von Christoph Berlin. Diese machte sich unmittelbar nach der Alarmierung um 12.53 Uhr auf den Weg.

Binnen weniger Minuten traf das Team der DRF Luftrettung bei dem verunglückten Radfahrer ein. Der Mann hatte ein Polytrauma, also eine lebensgefährliche Mehrfachverletzung erlitten und sich Frakturen beider Unterschenkel, ein Schädel-Hirn-Trauma und eine offene Unterarmfraktur zugezogen. Bei der Schwere der Verletzungen war vor Ort schnell klar, dass der Mann dringend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus der Maximalversorgung gebracht werden musste. „Das jedoch wäre vom Einsatzort aus bodengebunden nur mit einer viel zu langen Fahrt von – selbst mit Blaulicht – mindestens 40 Minuten Dauer erreichbar gewesen“, schildert Martin Bosch. Darum alarmierte die Rettungsleitstelle der Berliner Feuerwehr die rot-weißen Luftretter nach, um den Patienten am Unfallort von den bodengebundenen Rettungskräften zu übernehmen und erheblich schneller ins Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn zu befördern. Die Crew von Christoph Berlin konnte ihn in nur gut zehn Minuten zu den bereitstehenden Ärzten der Klinik fliegen, die sofort mit der weiteren Behandlung der lebensgefährlichen Verletzungen anknüpften.

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